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Ein 3D-Modell verdeutlicht, wie der neue Kindergarten in Bad Kohlgrub einmal ausschauen soll.

Eine Investition in die Zukunft

Bad Kohlgrub erweitert Kindergarten

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Was lange währt, . . . Der dringend sanierungsbedürftige Kindergarten St. Martin in Bad Kohlgrub wird nun endlich in Angriff genommen.

Bad Kohlgrub – Mit völlig unzureichenden, eingeengten und längst nicht mehr zeitgemäßen Verhältnissen müssen seit vielen Jahren Kinder und Betreuerinnen im Kindergarten St. Martin in Bad Kohlgrub leben. Als die Einrichtung noch der Kirche gehörte, blieb es – was eine Sanierung anbetrifft – stets bei Absichtserklärungen. Auf die dringend notwendige Verbesserung der Umstände warteten die Eltern vergebens. Seitdem der Hort jedoch in den Besitz der Gemeinde übergegangen ist, kommt endlich Bewegung in die Angelegenheit. Nach derzeitigem Stand der Dinge werden Umbau und Erweiterung des Kindergartens noch in diesem Jahr in Angriff genommen.

Die Weichen dafür stellte der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag, wo viele der rund zwei Dutzend Zuhörer wohl aufgrund dieser Thematik erschienen waren und so ihr Interesse an dem Vorhaben bekundeten. Einstimmig fasste das Gremium einen Grundsatzbeschluss, dass der Kindergarten umgebaut und erweitert werden soll. An das heimische Architekturbüro Fussenegger erging gleichzeitig der Auftrag, eine Entwurf- und Genehmigungsplanung zu erstellen. Gemeinderat Otto Fussenegger war wegen Beteiligung nicht in die Diskussion und Abstimmung zu diesem Punkt mit eingebunden.

Überzeugende Entwurfsplanung

Der Kindergarten war zuletzt Mitte Dezember vergangenen Jahres Thema im Kohlgruber Gemeinderat. Dabei hatten sich etliche Bürgervertreter gegen eine Zweigeschossigkeit eines künftigen Gebäudes ausgesprochen. Gegen die Stimmen der vier Vertreter der Neuen Liste wurde schließlich beschlossen, mit den weiteren Planungen das Büro Fussenegger zu beauftragen. Dessen Mitarbeiterin und Architektin Barbara Freisl-Daser stellte nun in der Ratssitzung am Dienstag in einem sehr schlüssigen und überzeugenden Vortrag einen neuen (eingeschossigen) Entwurf vor. Dieser fand einhellige Zustimmung im Plenum: „Das Konzept erfüllt all unsere Vorgaben“ (Georg Doll/CSU), „Sehr gut durchdacht“ (Martina Höck/Liste „Für Landwirtschaft, Natur und Erholung“) und „Die Aufgabe ist sehr gut gelöst worden“ (Bürgermeister Karl-Heinz Reichert) waren die Reaktionen.

Kostenschätzung: 2,3 Millionen Euro

In einem Winkelneubau zum bestehenden Gebäude in Richtung Schule entstehen zwar keine Räumlichkeiten für eine neue Gruppe, jedoch wird das aktuelle Raumangebot ganz erheblich erweitert und verbessert. So ist ein Speiseraum mit angeschlossener Küche geplant, ferner ein Foyer und ein großer offener Mehrzweckraum mit Glasfront und Ausgang Richtung Garten, ferner ein Werk- und Bastelraum, ein Zimmer für die Vorschule sowie ein Ruheraum für die Krippe mit zwölf Schlafplätzen. Als großes Plus werteten es die Gemeinderäte bei dem Entwurf, dass der neue Kindergarten (Nutzfläche 1000 Quadratmeter) jederzeit nach Süden erweitert werden kann.

Für das Projekt greift die Gemeinde tief in die Tasche. Bei geschätzten Gesamtkosten von 2,3 Millionen Euro erwartet man zwar eine staatliche Förderung in sechsstelliger Höhe, doch auch der verbleibende „Rest“ ist für Bad Kohlgrub noch ein dicker Batzen. Mit der Genehmigungsplanung will das Architekturbüro nach Aussage von Barbara Freisl-Daser „sofort loslegen“, und wenn dann alles mit der Bearbeitung im Landratsamt zügig geht, steht einem Baubeginn im Sommer bzw. im Herbst nichts mehr entgegen.

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