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Griff in den Geldbeutel: In Großweil könnten bald schon die Abwassergebühren steigen.

Politik

Großweil drohen deutlich höhere Abwassergebühren

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Großweil - Den rund 550 Haushalten von Großweil droht eine kräftige Erhöhung bei den Abwassergebühren. Angedacht ist eine Anhebung von 1,60 auf 2,20 Euro pro Kubikmeter, also um 60 Cent. Das würde eine Verteuerung um 37,5 Prozent bedeuten, die bereits zum 1. Mai greifen soll.

Dieser Vorschlag liegt auf dem Tisch, wenn der Gemeinderat am Donnerstagabend (19.30 Uhr) tagt. Das Gremium muss diesen Plänen erst noch zustimmen.

Für die unpopulären Pläne gibt es einen guten Grund: Die Gemeinde wird heuer und 2017 kräftig in die 1994 errichtete Kläranlage an der Moosstraße investieren: Etwa 550 000 Euro sollen in Sanierungen, Verbesserungen und energetische Umbauten fließen, damit sich die Anlage wieder auf dem neuesten Stand der Technik befindet.

Dabei gilt grundsätzlich: Die Kommune muss im Abwasserbereich kostendeckend arbeiten. Großweil könnte also anteilig die Grundstückseigentümer jeweils mit einem einmaligen Beitrag zur Kasse bitten – „doch das ist unseres Erachtens nicht der richtige Weg“, sagt Erster Bürgermeister Manfred Sporer (CSU-Dorfgemeinschaft). Er hält es für besser und gerechter, an der Gebührenschraube zu drehen, so dass alle Nutzer die Ausgaben mittragen. Diesen Vorschlag wird die Verwaltung auch dem Gemeinderat unterbreiten. Sporer hatte die anstehende Verteuerung bereits in der Vergangenheit öffentlich erwähnt. Ohne, betont er, gehe es einfach nicht.

Dabei lässt er keinen Zweifel daran, dass Großweil Geld in seine Kläranlage stecken muss: „Sie ist über 20 Jahre alt und bedarf einer Ertüchtigung“, sagt der Rathaus-Chef. Bereits 2015 wurde eine Fällmittelstation – hier wird der Phosphatgehalt chemisch gesenkt – für knapp 100 000 Euro errichtet. Nun geht es weiter: die Prozessleittechnik wird angepackt, die Elektromotoren rücken in den Fokus und sollen künftig weniger Strom verbrauchen. Zudem werden Vorkehrungen getroffen, um die Klärschlamm-Masse zu verdicken. Momentan befinde sich darin überwiegend Wasser, das zur weiteren Verarbeitung mit durch die Gegend gekarrt werden müsse, verdeutlicht Sporer. Nach der Sanierung, die „heuer zügig beginnen soll“, fallen weniger Fahrten an, die Kläranlage kann sparsamer sowie umweltfreundlicher betrieben werden und befindet sich wieder auf einem modernen technischen Stand. Damit, so Sporer, hätten sich Investitionen in die Kläranlage dann auch „für längere Zeit erledigt“.

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