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Discounter bekommt Auflage

Aldi in Grainau darf expandieren

Grainau - Deutliche Mehrheit für das Vorhaben von Aldi: Der Discounter will in der Schmölz seine Filiale erweitern. Jetzt gab der Gemeinderat grünes Licht. 

In naher Zukunft wird es noch ein bisschen mehr Aldi in Grainau geben. Der Discounter im Gewerbegebiet in der Schmölz darf um 200 Quadratmeter expandieren. Dies wurde bei der Gemeinderatssitzung mit 14:1 Stimmen beschlossen.

Schon einmal stand der geplante Ausbau des Discounters im Rathaus auf der Tagesordnung. Zu klären war damals, ob das Plus an Fläche mit den im Landesentwicklungsprogramm (LEP) festgeschriebenen Vorgaben einher geht. Diese besagen, dass die Gesamtfläche von 1200 Quadratmetern nicht überschritten werden darf. Da dem Unternehmen am Ortsrand aktuell um die 780 Quadratmeter zur Verfügung stehen, stellt ein Ausbau von weiteren 200 Quadratmetern kein Problem dar. Schwieriger wog die Tatsache, dass sich ein Supermarkt „in städtebaulich integrierten Gebieten“ – also im Ortskern – befinden soll. Da es innerorts keinen alternativen Standort für Aldi gibt, fand der Antrag von Seiten der Regierung von Oberbayern dennoch Zustimmung.

Befürchtungen von Gemeinderäten der Fraktion „Bürger für Grainau“ (BfG), dass Aldi mit den erweiterten Verkaufsflächen – speziell mit dem Angebot an Frischmilch, Frischfisch und Frischfleisch – dem Einzelhandel im Ort Konkurrenz macht, sollen sich mittels einer Auflage für das Unternehmen nicht bewahrheiten. So wird der Bebauungsplan mit einem Vermerk versehen, dass der Discounter beim Ausbau seiner Filiale keine Bedientheken einrichten darf.

Wolfgang Utz (BfG) sprach sich dennoch erneut gegen den Antrag aus. „Ich will damit einfach ein Zeichen setzen“, sagt der Gemeinderat, „auch wenn mir bewusst ist, dass ich die großen Einkaufsketten alleine nicht aufhalten kann“. Utz geht es um die Unterstützung der einheimischen Geschäfte in Grainau. Stark kritisiert er das Sterben des Einzelhandels und der kleinen Läden. Seine Befürchtung: „Irgendwann gibt es im Ort gar nichts mehr. Das ist schlecht für uns und für den Tourismus.“

Magdalena Kratzer

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