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Es geht aufwärts: Der rechte Balken zeigt, dass die finanzielle Manövriermasse im Vergleich zu den Vorjahren kräftig angestiegen ist.

Erfolgreiches Mittenwalder Finanzjahr 2015

Steuerquellen sprudeln

Mittenwald - Der Markt Mittenwald ist flüssig: Das ist das positive Ergebnis der Jahresrechnung 2015. Sie wurde nun im Gemeinderat der Öffentlichkeit präsentiert.

So etwas verkündet ein Kämmerer gerne: „Der Verlauf des Haushaltsjahres 2015 kann als gut bewertet werden“, bilanzierte am Dienstagabend Heinz Stieglmeier im Mittenwalder Marktgemeinderat bei der Präsentation der Jahresrechnung 2015. Kein Wunder, dass dieses erfreuliche Zahlenwerk ohne Gegenstimmen (18:0) zur Kenntnis genommen wurde.

Ein Indikator, wie gut der Ort da steht, ist die sogenannte freie Finanzspanne. Das ist der erwirtschaftete Überschuss des Verwaltungshaushalts abzüglich der Darlehenstilgungen. Diese Gelder aus dem laufenden Betrieb können für Investitionen verwendet werden. Die freie Finanzspanne ist in den vergangenen drei Etatjahren ordentlich angewachsen – von 893 794 Euro auf aktuell 2,2 Millionen Euro. Diese Summe wurde zum 1. Januar 2016 auf die Rücklagen gebucht. Somit befinden sich im kommunalen Sparschwein 4,3 Millionen Euro, von denen für das Budget 2016 aber für wichtige Investitionen 3,8 Millionen Euro schon wieder entnommen werden.

Maßgeblich für die zufriednenstellende Entwicklung bei den Gemeindefinanzen waren üppige Mehreinnahmen – bei der Gewerbesteuer (351 931 Euro), der Einkommensteuer-Beteiligung (239 563 Euro), beim Kurbeitrag (130 764 Euro), Fremdenverkehrsbeitrag (111 070 Euro) und bei der Grunderwerbsteuer-Beteiligung (184 895 Euro).

Zudem wurden verschiedene für 2015 geplante Investitionen nicht begonnen beziehungsweise nur zum Teil kassenwirksam (Mehrfach-Sporthalle, Erweiterung Geigenbaumuseum, Fußgänger-Unterführung am Bahnhof oder Hallenbad-Neubau). So kam es letztlich statt zu einer Rücklagen-Entnahme in Höhe von 2,2 Millionen Euro zu einer Einzahlung in die stille Reserve (811 752 Euro). Summa summarum schließt der Etat 2015 mit einem Gesamtvolumen von 21,5 Millionen Euro.

Alles „sehr positiv“ findet auch der Bürgermeister. „Nur wer eine sehr gute Einnahmen-Situation hat“, verdeutlichte Adolf Hornsteiner (CSU), „kann auch Schulden machen“.

Wer weiß, vielleicht muss die Marktgemeinde Mittenwald schon bald tief in die Tasche greifen – und ein kostenintensives Investment tätigen, das eigentlich gar nicht auf der Agenda steht.

Christof Schnürer

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