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Internationales Publikum: Mehrere tausend Besucher verfolgten im Januar und Februar die Weltcup-Rennen in Garmisch-Partenkirchen.

Gemeinderat muss entscheiden: Wie viel ist Garmisch-Partenkirchen der Ski-Weltcup wert?

Garmisch-Partenkirchen - Der Marktgemeinderat Garmisch-Partenkirchen trifft nächste Woche eine Entscheidung, die im internationalen Ski-Zirkus aufmerksam verfolgt wird: zur Zukunft des Alpinen Weltcups bis in das Jahr 2016.

Januar 2012, wenige Tage vor dem ersten Wettbewerb des Alpinen Ski-Weltcups auf der Kandahar. Im Gespräch mit dem Garmisch-Partenkirchner Tagblatt bricht sich viel und lange aufgestauter Ärger beim Präsidenten des Deutschen Ski-Verbandes (DSV) Bahn. Sein Verband, betont Alfons Hörmann, müsse „sehr grundsätzlich diskutieren, ob wir als DSV dauerhaft in Garmisch-Partenkirchen gut aufgehoben sind“. Er stellt offen die Gemeinde als Austragungsort für Weltcup-Veranstaltungen in den folgenden Jahren in Frage. Im Zentrum stehen für ihn die Kritiker von Sport-Großveranstaltungen im Ort sowie die Bayerische Zugspitzbahn AG (BZB), die immer neue finanzielle Forderungen erhebe. Entsetzen bei den Beteiligten im Ort; Unverständnis und Häme bei vielen internationalen Beobachtern: Wie kann ein so traditionsreicher Wintersportort wie Garmisch-Partenkirchen über Sinn und Zukunft von international begehrten Weltcup-Veranstaltungen diskutieren?

April 2012, Alfons Hörmann ist auf dem Weg zu Gian-Franco Kasper, dem Präsident des Internationalen Ski-Verbandes (FIS), um mit dem Schweizer über „künftige Strategien“ zu sprechen. „Ein wesentliches Thema ist dabei Garmisch-Partenkirchen“, verrät er. „Wie positionieren wir den Ort in der Zukunft?“ Die damals „sehr schmerzhaften“ Diskussionen bewertet er nun als „fruchtbar und positiv“, weil sich alle Beteiligten sehr bemüht hätten, „mit viel Kreativität und großer Ernsthaftigkeit Lösungen zu finden“. Lösungen vor allem auf die Fragen: „Wer leistet was, und wer bekommt was?“ Hörmann fordert für eine Zukunft des Ski-Weltcups im Ort: „Am Ende müssen wir zu einer professionellen, ordentlichen und nach allen internationalen Maßstäben sachgerechten Finanzierungsstruktur kommen.“

Die notwendigen Beschlüsse dazu soll der Marktgemeinderat am Mittwoch, 18. April (Beginn: 17 Uhr), fassen. Zum einen geht es laut Tagesordnung um die „endgültige Förderhöhe für die beiden Weltcup-Wochenenden 2012“, zum anderen über die Förderung für die Rennen bis 2016. So lange ist Garmisch-Partenkirchen im vorläufigen Kalender mit jeweils zwei Damen- und zwei Herren-Wettbewerben schon berücksichtigt. Die Daten sollen beim FIS-Kongress in Südkorea fixiert werden.

Matthias Holzapfel

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