1860 trauert um „Atom-Otto“

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Rückt nach: Philipp Hubbauer.

Nachfolger für Vroni Stelzl gefunden

Neue Wallgauer Gemeinderat steht in den Startlöchern

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Wallgau - Er macht’s: Philipp Hubbauer nimmt nach dem überraschenden Ausscheiden von Vroni Stelzl einen Platz im Gemeinderat Wallgau ein. In der September-Sitzung soll das CSU-Mitglied vereidigt werden.

Urlaub kann so schön sein. Erholung pur. Wie viele andere hat auch Philipp Hubbauer seine Koffer gepackt. Mittlerweile ist der Berufsschullehrer wieder Zuhause in Wallgau, genießt dort „die Ferien daheim“, ehe Mitte September die Arbeit in Weilheim wieder ruft. Dann wird aber noch er mehr zu tun haben als sonst. Der 34-Jährige bekommt eine Zusatzaufgabe: Er übernimmt ein Gemeinderatsmandat – mitten in der laufenden Amtsperiode.

Tritt zurück: Vroni Stelzl

„Damit hab’ ich überhaupt nicht gerechnet“, sagt der Vater von zwei Kindern. Die Nachricht, dass Vroni Stelzl (CSU) das Gremium zum 15. August aus eigenen Stücken verlassen hat, kam für ihn überraschend. „Ich hab’s hintenrum mitbekommen“, sagt Hubbauer. Wie berichtet, erklärte die Vorsitzende des Vereins „Wallgau aktiv“ in der vergangenen Sitzung ihren Rücktritt, weil Anfeindungen „unter der Gürtellinie“ aus der Bevölkerung auf sie einprasselten. Ihrer Gesundheit und der Familie zuliebe, stieg sie aus.

Vorgewarnt wurde Hubbauer nicht. Er erhielt die Nachricht von Bekannten, die ihn anriefen, um ihn über das Ausscheiden seiner CSU-Kollegin zu informieren. Denn der Berufsschullehrer für den Metallbereich war der erste Kandidat für Stelzls Nachfolge. Bei den Kommunalwahlen 2014 landete er auf der Bewerberliste der CSU/Freie Unabhängige Wählergemeinschaft mit 539 Stimmen (7,47 Prozent) auf Platz acht, schaffte den Sprung ins Gremium aber nicht.

Das Thema Gemeinderat war abgehakt. Bis vergangene Woche. Bis Bürgermeister Hansjörg Zahler (CSU) offiziell bei Hubbauer die Anfrage stellte, ob er nachrückt. Lange musste er nicht überlegen. Seine Entscheidung, Stelzls Platz zu übernehmen, „war relativ klar“, sagt das Feuerwehr-Mitglied. „Sonst hätte ich mich damals nicht aufstellen lassen.“

Was genau auf ihn zukommt, weiß er nicht. Der 34-Jährige plant, sich mit Zahler zusammenzusetzen, um die großen Themen durchzuspielen. Für jemanden, der mitten in der Periode dazustößt, ist die Situation schwierig. Ihm fehlen die Kenntnisse, was bisher intern besprochen wurde. „Ich lasse mich jetzt erst mal auf den aktuellen Stand bringen.“ Als Zuhörer besuchte er die Sitzungen bislang nicht. Aus einem einfachen Grund: „Das Nichtöffentliche ist ja viel interessanter.“

Vereidigt soll Hubbauer dem Rathauschef zufolge im September werden. Solange hält er sich noch bedeckt, welche politische Linie er verfolgen wird und welche Themenschwerpunkte er setzen will. Im Kopf hat er sie schon. Deshalb schätzt ihn auch Zahler. „Er ist ein guter Mann, der mitten im Leben steht“, sagt der Bürgermeister. „Ich bin sicher, er macht eine ähnlich gute Arbeit wie Vroni Stelzl.“

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