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An Bord: Die Uffinger Ortsvorsitzende Cornelia Eidenschink und der Technische Leiter der Kreiswasserwacht, Marc Lehmann, auf dem Motorboot der Uffinger Rettungsorganisation. 

Veränderung im Rettungswesen

Zwei Wasserwachten fusionieren

Aus zwei mach eins: Die beiden Wasserwachten Seehausen und Uffing schließen sich zusammen.

Uffing/Seehausen – Ein Jahr lang wurde der Ortsverband der Wasserwacht Seehausen kommissarisch von der Kreiswasserwacht in Garmisch-Partenkirchen geführt. Der Grund: Bei der Jahresversammlung der Hilfsorganisation im Januar 2016 war der komplette Vorstand zurückgetreten. „Aus meist persönlichen Gründen“, hieß es damals. Es habe keinen Ärger gegeben. Dafür Änderungen in puncto Job und Studium. Diese Umstände veranlassten die Verantwortlichen zur Aufgabe ihrer Ämter.

„Wir wollten der Ortsgruppe die Möglichkeit geben, sich neu zu formieren“, sagt heute Marc Lehmann, Technischer Leiter der Kreiswasserwacht. „Doch auch heuer hat sich bei der Jahresversammlung keine neue Vorstandschaft gefunden. Wegen der oft großen beruflichen Belastungen vieler Mitglieder wird es immer schwieriger, Leitungskräfte fürs Ehrenamt zu finden.“ So hatten sich die Verantwortlichen überlegt, ob es nicht sinnvoll wäre, die Ortsverbände Uffing und Seehausen zusammenzuführen. Die Idee sei auf beiden Seiten positiv aufgenommen worden, unterstreicht Lehmann. „In einem gemeinsamen Gespräch am 27. Januar haben bereits beide Verbände Details besprochen. Wir werden künftig viele Synergieeffekte nutzen.“

Die 30 Aktiven in Uffing werden ab sofort von den 15 Seehauser Wasserwachtlern unterstützt – und umgekehrt, was laut dem Technischen Leiter nur Vorteile mit sich bringt. Wenn etwa in der einen Wachstation acht Leute ihren Dienst verrichten, in der anderen aber lediglich drei, sei es sinnvoll, dies auszugleichen. „Oder wenn in Uffing zwar genügend Wachpersonal vorhanden ist, aber kein Bootsführer, können wir aus Seehausen einen holen. Oder auch einen Notarzt.“ Die größten Veränderungen sieht Lehmann bei der Gestaltung der Dienstpläne. Denn diese müssen aufeinander abgestimmt werden. 

„Ansonsten ändert sich organisatorisch nicht viel“, betont die Uffinger Ortsvorsitzende Cornelia Eidenschink (60). „Es hat bei der Fusion einiges an Papierkram gegeben, aber das ist ganz natürlich.“ Die beiden Verbände ergänzten sich wunderbar, was die Altersstruktur anbelangt. „Bei uns gibt es viele junge Erwachsene von 16 bis 21 Jahren, die nächsten sind 40, 50 oder 60 Jahre. Die Seehauser Ortsgruppe verfügt hingegen über viele Mitglieder um die 30 Jahre mit großer Einsatzerfahrung sowie über drei Notärzte. Das wird eine Super-Mischung – wir können damit Generationslücken schließen.“

Im künftigen Vorstand seien Mitglieder aus beiden Ortsverbänden zu finden, fügt Lehmann hinzu. Ihm ist noch ein Aspekt wichtig: „Wir freuen uns über jeden, der zu uns kommt, egal, ob er in Uffing, Seehausen, Murnau oder den umliegenden Gemeinden zu Hause ist. Und natürlich über Fördermitglieder – damit sich die Erholungssuchenden auf dem Staffelsee auch in Zukunft stets sicher fühlen dürfen.“

Heino Herpen

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