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Ein Hoch auf die Dirigenten: Für (v. l.) Bernhard Pongratz (Oberau), Bernhard Ziegler (Bad Kohlgrub) und Timo Lamprecht (Ettal) heben die Musikanten ihre Instrumente.

Viele Kontakte und Freundschaften sind entstanden

Drei Musikkapellen, eine gewaltige Klangfülle

Oberau - Das Üben hat sich gelohnt: Die Musikkapellen aus Oberau, Ettal und Bad Kohlgrub lieferten ihren Zuhörern ein außergewöhnliches Programm. 

Sie kennen sich über das Gebirgsmusikkorps Garmisch-Partenkirchen: die Dirigenten Timo Lamprecht (Ettal), Bernhard Pongratz (Oberau) und Bernhard Ziegler (Bad Kohlgrub). Dort wurde die Idee geboren, ein Gemeinschaftskonzert der drei Kapellen auf die Beine zu stellen. Und den Zuhörern ein außergewöhnliches Programm zu bieten. Das setzten sie nun um.

Zum ersten Termin standen die fast 70 Musiker in der Oberauer Turnhalle auf der Bühne. Oberaus Musikvorsitzender Martin Daisenberger nutzte die Gelegenheit für Eigenwerbung: Die Kapellen aus Oberau, Ettal und Kohlgrub würden sich über Nachwuchs freuen. Er unterstrich die Kameradschaft: „Bei den gemeinsamen Proben entstanden viel neue Kontakte und Freundschaften.“ Und besondere Musik.

Eine gewaltige Klangfülle aus Hörnern, Trompeten und Holzblasinstrumenten samt Schlagwerk ertönte in der Turnhalle, die sich mit Teppich und Blumenschmuck zum Konzertsaal herausgeputzt hatte. Viele Titel wären durch die unzureichende Besetzung der Register von einer Kapelle alleine nicht zu stemmen gewesen. So aber präsentierten die Musikanten anspruchsvolle Stücke und Medleys. Etwa von Ennio Morricone, der unter anderem als Komponist der Filmmusik zum Western „Spiel mir das Lied vom Tod“ besondere Bekanntheit erlangte.

Hochkonzentriert zeigten sich nicht nur die Musikanten, sondern auch die Dirigenten Lamprecht, Pongratz und Ziegler. Egerländer Klänge waren ebenso zu vernehmen wie eine zauberhafte Auswahl an berühmten „Abba“-Werken oder „Goddess of Fire“ von Steven Reineke. Dieses fast zehnminütige Konzertwerk vertont dramatisch und packend eine hawaiianische Göttersage. Eine große Herausforderung für ein mit fast nur Laien besetztes Blasorchester. Doch selbst die schwierigen Übergänge und ungewohnten Klänge meisterte die Gemeinschaftskapelle bravourös. Zurecht hatte Dritte Bürgermeister Philipp Lederer bereits im Vorfeld die Initiative und den Mut der Gruppen gelobt. „Es gehört was dazu, wenn sich drei Kapellen für so ein Konzert zusammenschließen.“

Traditioneller wurde es nach der Pause mit dem Tiroler Adler-Marsch und James Bond ließ mit dem „Goldfinger-Thema“ grüßen. Den – ersten – Abschluss bildete der Marsch „Blauer Enzian“ aus der Feder des kürzlich verstorbenen Erst Hoffmann. Doch damit ließen die begeisterten Zuschauer die Musikanten nicht gehen. Zwei Zugaben waren Pflicht an diesem höchst unterhaltsamen Musikabend.

 Klaus Munz

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