Um normale Leute „wie du und ich“ geht es in Georg Ringsgwandls neuem und ersten Bauerntheaterstück. foto: Riesenhuber

Georg Ringsgwandls nächster Coup

Seehausen - Nach der Veröffentlichung seines ersten Buches will der Kabarettist und Songschreiber Georg Ringsgwandl heuer sein erstes Bauerntheaterstück „Der verreckte Hof“ in Telfs uraufführen.

Was kommt nach „Das Leben und Schlimmeres“ als nächstes von Georg Ringsgwandl?

Ich habe jetzt ein zeitgenössisches Bauerntheaterstück geschrieben, mit bayerischer Volksmusik, die ich auf der Zither komponiert habe. Ein Singspiel für einfache, normale Menschen wie du und ich. „Der verreckte Hof“ heißt es, und es erzählt von Menschen, die zum einen verwurzelt sind in der Landwirtschaft und auf der anderen Seite gebeutelt von der modernen Industriegesellschaft. Im kommenden Sommer wird das Stück in Telfs uraufgeführt.

Werden Sie selbst an Aufführung beteiligt sein?

Ich misch' mich da überhaupt nicht rein; ich mach nur Tonaufnahmen von der Musik. Und wahrscheinlich werden wir auch noch eine CD machen. Es ist eine ganz ruhige, schöne Musik - im weitesten Sinne Volksmusik.

Wie kamen Sie auf die Idee, etwas zu schreiben, was die meisten wohl nicht von Ihnen erwartet hätten?

Mir war dieses Stück sehr wichtig, weil ich ja im Dialekt und mit der Volksmusik aufgewachsen bin. Wenn ich ehrlich bin, ist das ein wichtiger Teil von mir. Ich dachte immer, dass in dieser Art und Weise viel zu wenig geschrieben wird. Und wenn, dann nur dieses ganze kitschige Fernsehklump, das noch dazu erbärmlich schlecht ist. Der bayerische Kulturraum besteht ja nicht nur aus touristischem Kitsch.

Als Theaterautor waren Sie bereits erfolgreich. Ihr erstes Bühnenstück „Die Tankstelle der Verdammten“ wurde 1994 am Kölner Schauspiel uraufgeführt und wird bis heute immer wieder nachinszeniert. Hatten Sie für das Theater mehr Erfahrung?

Als ich die Tankstelle geschrieben habe, war ich vielleicht zehnmal im Theater, davon fünfmal in Schulaufführungen. Als ich anfing das Stück zu schreiben, habe ich mir ein Handbuch und ein paar Theaterstücke von Ibsen, Strindberg und Shakespeare durchgelesen, um zu sehen, wie die das so machen. Und dann hab ich mir gedacht: so machst Du es auch.

Interview: Heribert Riesenhuber

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