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Geplante Dreifachturnhalle: Uneinigkeiten im Hintergrund

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Große Pläne hat der TSV Partenkirchen für den Hartplatz neben dem Vereinsheim: Hier soll eine Dreifachturnhalle entstehen.  foto: sehr
Große Pläne hat der TSV Partenkirchen für den Hartplatz neben dem Vereinsheim: Hier soll eine Dreifachturnhalle entstehen. foto: sehr

Garmisch-Partenkirchen - Abgesegnet hat der Bauausschuss die Voranfrage des TSV Partenkirchen für die geplante Dreifachturnhalle. Trotzderm besteht viel Redebedarf, vor allem mit dem DAV...

Grundsätzlich sind sich alle einig: Eine neue Dreifachturnhalle in Garmisch-Partenkirchen ergibt Sinn. Seit längerer Zeit plant der TSV Partenkirchen, diese am jetzigen Hartplatz am Kainzenbad direkt neben dem TSVP-Vereinsheim zu errichten.

Einstimmig hat der Bauausschuss des Gemeinderats eine Bauvoranfrage des TSVP abgesegnet - allerdings mit einigen Auflagen.

Und diese deuten darauf hin, dass im Hintergrund der Planungen nicht alles rund zu laufen scheint. Im Raum steht eine mögliche Kooperation mit dem Deutschen Alpenverein (DAV), der auf dem Gelände eine Kletterhalle bauen möchte. „Wenn geplant wird, bitte gemeinsam“, forderte der stellvertretende Bauamtsleiter Markus Gehrle-Neff in der Sitzung eindringlich. „Synergien sollten genutzt werden.“ Dieser Meinung kann sich Markus Dorfleitner, Vorsitzender der Alpenvereinssektion Garmisch-Partenkirchen, nur anschließen. Durch gemeinsame Infrastruktur und Versorgung ließen sich Kosten sparen.

Er kann die Voranfrage des Sportvereins nicht nachvollziehen: „Der TSVP ist vorgeprescht. Das war anders vereinbart und daran sollte man sich auch halten.“ Bei Gesprächen aller Beteiligten - inklusive Gemeindevertretern - sei besprochen worden, zusammen zu planen. Die Verwaltung sollte Pläne vorlegen, die zeigen, wie sich die Kommune die Einteilung des Areals vorstellt - mit Turn- und Kletterhalle. „Darauf warten wir jetzt. Vorher zu planen, hat keinen Sinn“, meint Dorfleitner.

Das Verhalten der TSVP-Verantwortlichen ist für ihn „ein Luftschlag“. Hingegen ist sich Vereins-Vorsitzende Elvira Witting, die hauptsächlich an dem Turnhallen-Konzept arbeitet, sicher: „Zusammen mit dem DAV funktioniert das nicht. Der Platz reicht nicht.“

Auch in Bezug auf den zweiten Wunsch der Volksvertreter, das Vereinsheim in den geplanten Komplex zu integrieren, gibt es noch viel Gesprächsbedarf. Gehrle-Neff gab den TSVP-Verantwortlichen in der Sitzung den Rat, „über die Einbeziehung des Vereinsheims nachzudenken“. Oder es sogar abzureißen, sollte eine Integration nicht möglich sein. Auch wenn es erst vor wenigen Jahren komplett saniert wurde. Bürgermeister Schmid forderte ebenfalls eine „flächenschonende“ Planung, „sonst wirkt das alles zusammengestöpselt“. Eine Integration des Vereinsheims kann Witting sich vorstellen, „abreißen tun wir es aber auf keinen Fall“.

Soll die Gemeinde die Dreifachturnhalle finanziell unterstützen, müssen sich die Parteien aufeinanderzubewegen. Schmid machte deutlich: „Wenn wir einen Zuschuss geben, wollen wir auch etwas dafür haben.“ Unter anderem die Zusage, dass Kinder und Jugendliche der Bürgermeister-Schütte-Schule die Halle für den Schulsport nutzen können.

Janine Tokarski

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