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Ortsentwicklung

Geplantes Seniorenwohnheim: Es wird noch verhandelt

Unterammergau - Auf der Baustelle am Lachenbach ist der Fortschritt sichtbar. Nur langsam bringt Oberammergau aber die Grundstücke im Einheimischenmodell an den Mann.

Eigentlich sollte im Frühjahr Spatenstich gefeiert werden. Doch Monat um Monat verstreicht, ohne dass es für das geplante Seniorenwohnheim in Unterammergau positive Neuigkeiten gibt. Bürgermeister Michael Gansler (FDU) muss gleich doppelt warten: Denn nicht einmal der Bauantrag für das zweistöckige Gebäude, in dem 14 Einheiten für betreutes Wohnen und 91 Zimmer untergebracht werden sollen, ist genehmigt. Seit Wochen werde der Rathaus-Chef vom Landratsamt vertröstet. „Es heißt immer wieder, dass die Genehmigung in 14 Tagen durch ist.“ Doch dann passiere wieder nichts. Auch beim Vertragsabschluss mit einem potenziellen Betreiber konnte der Schweizer Investor Werner Rixen bislang keinen Vollzug melden. „Die Verhandlungen laufen noch“, weiß Gansler. Auch, dass es mehr als einen Interessenten gebe. In wenigen Wochen, hofft der Gemeinde-Chef, gebe es mehr zu sagen. „Das ist mir zugesichert worden.“ Und Gansler ist überzeugt, dass es keine leeren Worte sind. Geduld wird er zudem wohl bei der Abwicklung des Einheimischenmodells zeigen müssen. Denn: Erst 4 von 14 bereitgestellten Grundstücken konnten verkauft werden. Nach Pfingsten sollen die notariellen Verträge abgeschlossen werden. Über die geringe Zahl hat sich der Bürgermeister durchaus gewundert. „Ich habe schon gedacht, dass sechs oder acht weggehen.“ Aber: Von den Anfangs 20 Interessenten sind manche abgesprungen, andere konnten die Kriterien nicht erfüllen. Bei dem System werden Punkte vergeben: Grundsätzlich müssen die Bauwilligen aber entweder seit fünf Jahren in Unterammergau wohnen oder seit sieben Jahren im Dorf arbeiten. Gansler ist sich aber sicher, dass die restlichen Grundstücke am Lachenbach nun „nach und nach“ an den Mann gebracht werden. Etwa Mitte oder Ende Juni wird es seinen Worten nach möglich sein, Bauanträge einzureichen. Denn bis dahin sollen die derzeit laufenden Erschließungsarbeiten abgeschlossen sein. Die Gasleitungen sind bereits verlegt, nach Pfingsten folgen die Strom- und Telefonkabel. Im letzten Abschnitt stehen die Asphaltierungsarbeiten für die neue Straße an. Zumindest auf der gemeindlichen Baustelle geht es gut voran.

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