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Großprojekte am Lachenbach

Geplantes Seniorenwohnheim: Es wird weiter gewartet

Unterammergau - Wann ist der Spatenstich für das geplante Seniorenwohnheim in Unterammergau? Auf diese Frage gibt es weiter keine Antwort.

Es wird geredet im Dorf. Gerüchte, die auch schon Unterammergaus Bürgermeister Michael Gansler (FDU) zu hören bekommen hat. „Die Leute sagen: ,Das wird eh’ nichts mehr....‘“, sagt er mit Blick auf das Millionen-Projekt für den Ort: ein Senioren-Wohnheim am Lachenbach. „Aber das stimmt nicht“, betont Gansler und weist die Gerüchte energisch von der Hand. Weder ist das Projekt gestorben, noch zum Stillstand gekommen. Die Suche nach dem Betreiber gehe einfach nur weiter. Wie Gansler verrät, steht der Schweizer Investor Werner Rixen derzeit in Verhandlungen mit zwei, drei potenziellen Partnern. Und: So lange kein Vertrag unterzeichnet ist, gehe es nicht voran. Denn: Die letztendliche Aufteilung in den Räumen – vorgesehen sind in dem zweigeschossigen Haus 14 Einheiten für betreutes Wohnen und 91 Zimmer – werden an die jeweiligen Vorstellungen des Betreibers angepasst. „Zum Beispiel, wo das Bett steht, wo die sanitären Anschlüsse sind“, erzählt Gansler. Die Art, wie er das erklärt, lässt keinen Raum für Zweifel. „Der Investor steht in den Startlöchern“, unterstreicht er mit Nachdruck.

Auch wenn sich der Bürgermeister nicht mehr so leicht an Terminen festhält. Wie berichtet, waren die Verantwortlichen ursprünglich von einem Baustart im Frühling dieses Jahres ausgegangen. Doch dann verzögerte sich alles, Vollzug konnte bis heute nicht gemeldet werden. Immerhin gibt es inzwischen baurechtlich Grünes Licht für das Projekt, das auf acht bis zehn Millionen Euro geschätzt wird. „Der Plan ist genehmigt“, sagt Gansler, der lange auf diese positive Nachricht aus dem Landratsamt gewartet hatte. Ruhig und zuversichtlich gibt er sich auch zum zweiten großen Bereich am Lachenbach: dem Einheimischen-Modell. Auch in diesem Fall hat die Gemeinde ihre Hausaufgaben gemacht. Seit wenigen Wochen sind die Arbeiten an der Infrastruktur abgeschlossen. Die Straße wurde nach den Vorgaben des Wasserwirtschaftsamtes verlegt. Die Kanalanschlüsse für die künftigen Häuser stehen. Es ist alles bereit für die Entstehung eines neuen Wohnbereiches für das Dorf.

Wie es von Seiten des Bürgermeisters heißt, findet der Baubeginn noch in diesem Herbst statt. Verkauft sind inzwischen 5 der 14 Grundstücke. Eine Zahl, mit der sich Gansler zufriedengibt. „Wir müssen nicht alles sofort verkaufen.“ Vielmehr will die Gemeinde ja auch noch in den nächsten Jahren etwas anbieten können. „Es geht uns um die jungen Familien“, sie sollen im Dorf gehalten, beziehungsweise ins Dorf gelockt werden. Deshalb kann man sich auch für Baugrund bewerben, wenn man bereits seit sieben Jahren in Unterammergau arbeitet. Gansler freut sich, dass dieser Passus in einem Fall schon zum Tragen gekommen ist. Für ihn stehen am Lachenbach weiter alle Zeichen auf Grün.

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