Peter Ramsauer (CSU) Der Bundesverkehrsminister ist heute Ehrengast.

Ein Tag für die Geschichtsbücher

Saulgrub - Ortsumfahrung wird ab heute weitergebaut: Alle Vorbereitungen zum Spatenstich in Saulgrub sind getroffen.

Für Bürgermeister Rupert Speer (CSU) ist es nichts weniger als „einer der wichtigsten Tage für Saulgrub“ überhaupt. Ein Ereignis, das in die Geschichtsbücher eingehen wird. Am heutigen Montag feiert das Gemeindeoberhaupt zusammen mit hochrangigen Gästen wie Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU), dass die seit 50 Jahren geforderte Ortsumfahrung endlich weitergebaut wird. Offiziell steht heute der Spatenstich für den zweiten Bauabschnitt an. Dabei handelt es sich aber, wie Speer vorab verrät, nicht um das richtige Wort. „Eigentlich ist es der Startschuss für den Schlusssprint“, plaudert der Rathaus-Chef aus dem Nähkästchen. Das Staatliche Bauamt in Weilheim, das für den Bau der Straße verantwortlich zeichnet, wird Speer zufolge nämlich keine Spaten mit an den Kraggenauer Weg bringen. Dort, wo als erster Schritt ein rund 80 Meter langer Tunnel errichtet wird, kommen die Ehrengäste um 12 Uhr zusammen. Sie werden aber nicht eine Schaufel Erde aus dem Boden hieven, sondern auf einen symbolischen Startknopf drücken. Ein wahrlich historischer Moment, an dem jeder interessierte Bürger Anteil nehmen kann. Für den feierlichen Rahmen sorgt die Saulgruber Blaskapelle, die sich zu diesem besonderen Anlass gern Zeit nimmt - auch tagsüber an einem eigentlich ganz normalen Werktag.

Geplant ist, dass sowohl Bauamts-Chef Günther Grafwallner, Minister Ramsauer, der Staatssekretär im Bayerischen Innenministerium, Gerhard Eck, Landrat Harald Kühn (CSU) und Bürgermeister Speer einige Worte sprechen. Danach geht es in den Bürgersaal Almrösl, wo noch ein bisschen gefeiert wird. Dort sollen Gäste am besten auch parken. Denn direkt an der Baustelle bei der Gärtnerei Sailer, so heißt es in einer Mitteilung des Bauamtes, können Autos nicht abgestellt werden.

In diesem Bereich laufen schon seit mehr als zwei Wochen die Vorbereitungen für die eigentlichen Arbeiten des Projekts, für das 18 Millionen Euro vom Bund freigegeben wurden. Aktuell belaufen sich die Berechnungen Speer zufolge auf 15,2 Millionen Euro.

Für dieses Geld wird neben der Einhausung am Kraggenauer Weg auch eine Grundwasserwanne erstellt. Sie dient dazu, die B 23 zu schützen, die künftig die Bahnlinie unterqueren wird. Bis auf der neuen Straße die Autos rollen, wird es aber noch ein bisschen dauern. Ende 2016 soll die Ortsumfahrung „unter Verkehr“ gehen. Wieder ein Tag für die Geschichtsbücher.

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