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Die Erweiterung steht unter einem guten Stern: Die Gemeinde Wallgau verhandelt gerade mit den Bayerischen Staatsforsten, um zu den 10 000 Quadratmetern Fläche (grün) weitere rund 4200 (rot) zu erhalten.

Flächentausch so gut wie eingetütet

Gewerbegebiet Wallgau: Gemeinde macht Fortschritte

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Wallgau - Es war ein Opfer des G7-Gipfels: Aufgrund des Polit-Spektakels musste die Entwicklung eines Gewerbegebietes in Wallgau warten. Jetzt aber steht das Vorhaben ganz oben auf der Agenda.

Das Vorhaben existiert schon seit Jahren. Viel passiert ist in der Zwischenzeit nicht. „Es ist leider kein Fortschritt zu erkennen“, schreibt der Wallgauer Wählerverein in seinem Antrag an den Gemeinderat. Die Gruppierung spielt damit auf den Plan an, ein neues Gewerbegebiet an der Isar zu entwickeln. Die Kritik kann Hansjörg Zahler durchaus nachvollziehen. Der Bürgermeister räumte in der Sitzung des Gremiums ein, dass das Projekt mehr oder weniger auf Eis gelegen hat. Das soll sich jetzt aber rapide ändern.

Denn auch dem Rathaus-Chef liegt das Thema am Herzen. Der Grund, warum es ein bisschen vernachlässigt wurde, hängt mit einem Ausnahmezustand zusammen: dem G7-Gipfel im vergangenen Juni. „Die Kapazitäten der Gemeinde waren daran gebunden“, rechtfertigte sich Zahler. Deshalb habe man den Plan nicht mit größter Energie verfolgen können. Nun ist das Elmauer Polit-Spektakel Geschichte, und der Blick richtet sich wieder auf die Zukunft. Und das Gewerbegebiet steht ganz oben auf der Agenda: „Es hat Priorität 1a“, betonte Zahler.

Ganz brach ist das Thema aber auch wieder nicht gelegen. Es gibt erste Verhandlungsergebnisse. Die Gemeinde hat eine Umfrage unter heimischen Unternehmern gemacht. Das Fazit: Es besteht mehr Interesse an Flächen als verfügbarer Raum vorhanden ist. Heißt im Klartext: Die geplanten 10 000 Quadratmeter reichen nicht. Deshalb wollte Wallgau Kontakt mit den Krüner Weidegenossen aufnehmen, um deren Weiderecht abzulösen und so etwa 4200 zusätzliche Quadratmeter zu bekommen. In den kommenden Tagen sollen diesbezüglich Gespräche geführt werden. 

Gemeinde wartet auf Angebot der Bayerischen Staatsforsten

Eine weitere Hürde wurde ebenfalls genommen. Die Flächen, die von der Immobilien Freistaat Bayern verwaltet werden, gehören den Bayerischen Staatsforsten. Die veräußerten bis vor kurzem Grund nur, wenn der für den Eigenbetrieb nicht mehr nötig war. Der Erwerb sei früher umständlich gewesen, sagte Zahler. Jetzt verfolgt der Forst eine andere Handlungsweise. Tausch statt Verkauf lautet die Devise. Im Falle Wallgaus bedeutet das: Wald gegen Gewerbeflächen. Besser könnte es für die Kommune kaum laufen. „Wir haben rund 14 Hektar Wald“, erläuterte der Bürgermeister, „in Lagen, die uns nichts bringen.“ Die Ausgangssituation ist also mehr als günstig, und die Gemeinde wartet nur noch auf ein Angebot seitens der Staatsforsten.

Kommt der Tauschhandel zustande, geht’s an die Taxierung der Quadratmeterpreise. Erst wenn diese feststehen, wird sich herausstellen, welche Interessenten wirklich zuschlagen. Solange stützt man sich auf die Umfrage-Resultate. Als nächster Schritt folgen die Umwidmung der Pachtverträge und die Ausschreibung, ehe ein Bebauungsplan aufgestellt wird.

Klärungsbedarf besteht indes mit dem Wasserwirtschaftsamt Weilheim. Dieses hegt Zahler zufolge „allergrößte Bedenken“ und hat eine Erweiterung auf der anderen Seite der Isar, dem südlichen Bereich, „komplett abgelehnt“. Das Stichwort lautet Hochwasser. Doch auch in diesem Punkt hofft Zahler auf ein gutes Ende beziehungsweise ein positives Signal von der Regierung von Oberbayern. Die entsendet zumindest am Freitag, 4. März, Mitarbeiter ins Obere Isartal, um sich bei einem Ortstermin ein Bild von der Situation zu verschaffen.

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