Besondere Vorsicht ist geboten

Glatteis sorgt für mehrere Unfälle

Die Verhältnisse auf den Straßen gleichen einer Rutschpartie. Mehrere Unfälle haben sich in Garmisch-Partenkirchen ereignet. Die Gemeinde sperrt vorübergehend alle Wanderwege.

Garmisch-Partenkirchen – Die Verhältnisse auf den Straßen im Landkreis glichen einer Rutschpartie. Egal, ob mit dem Auto oder zu Fuß: Absolute Vorsicht war geboten. Aufgrund der anhaltenden Regenfälle hatte sich Glatteis auf den Fahr- und Gehwegen gebildet. Einige Autofahrer und Fußgänger haben dies am eigenen Leib zu spüren bekommen. Wie die Polizeiinspektion Garmisch-Partenkirchen mitteilt, passierten in den vergangenen Tagen mehrere kleine Verkehrsunfälle. Sperrungen seien bislang jedoch nicht nötig gewesen.

Eine 25-jährige Garmisch-Partenkirchnerin schlitterte an der Kreuzstraße mit ihrem Audi gegen ein Verkehrszeichen. Grund dafür war das eisglatte Kopfsteinpflaster. Ein 50-jähriger Garmisch-Partenkirchner verlor auf dem Parkplatz eines Supermarktes an der Olympiastraße die Kontrolle über sein Fahrzeug und rutschte in einen parkenden Pkw. Dabei verursachte er einen Schaden von 1500 Euro.

Ähnliches passierte einem 57-jährigen Autofahrer aus dem Ort. An der Einmündung der Chamonixstraße glitt er mit seinem Skoda auf den Toyota eines 53-jährigen Grainauers. Der Sachschaden beträgt hier zirka 2500 Euro. Die Polizei weist darauf hin, die Fahrweise den schwierigen Straßenverhältnissen anzupassen.

Auch die Marktgemeinde warnt eingehend vor Glatteis. In Bereichen mit Pflastersteinen gelte ganz „besondere Vorsicht“, da diese „aufgrund der derzeitigen Gegebenheiten sehr glatt sein können“. Spezielle Vorkehrungen mussten aufgrund der gefrorenen Nässe bereits getroffen werden. So sind aus Sicherheitsgründen die Wanderwege im gesamten Gebiet von Garmisch-Partenkirchen vorerst gesperrt, teilt Rathaussprecher Martin Bader mit.

Der Bauhof des Marktes ist außerdem gezielt unterwegs, um die Lage auf den Straßen zu beobachten. „Alle größeren und kleineren Winterdienstfahrzeuge sind im Einsatz“, sagt Bader. An dem Hauptverkehrsstraßen – insbesondere die Routen der Ortsbusschleife – werden mit Streusalz präpariert. Auf den Nebenstraßen kommt Straßensplit zum Einsatz. Die Fußwege werden – je nach Bedarf – mit einem „Split und Salzmix“ gestreut.

Für die Sicherung vor dem eigenen Grundstücken (etwa an Anliegerstraßen) weist die Gemeinde darauf hin, dass „grundsätzlich auch die Eigentümer und dinglich Berechtigten“ mit verantwortlich sind.

Magdalena Kratzer

Rubriklistenbild: © dpa Symbolbild

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