Turbulentes Wochenende für die Wasserwachten im Landkreis

25-Jähriger überschätzt seine Kräfte und ertrinkt fast im Eibsee

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Bestes Badewetter lockte am Wochenende viele Menschen an die Seen. Die Wasserwachten waren gefragt. Sie mussten mehrmals ausrücken.

Fast wie in der Serie „Baywatch“: Am Eibsee hat sich am späten Sonntagnachmittag ein Vorfall ereignet, bei dem die Wasserwacht Grainau gefragt war. Die Einsatzkräfte mussten einen 25-Jährigen vor dem Ertrinken retten.

Der Urlauber aus Indien war in unmittelbarer Nähe der Wasserrettungsstation zum Abkühlen in den See gegangen. Jedoch überschätzte er wohl seine Kräfte, begann Wasser zu schlucken und geriet in Panik. Die lauten Hilferufe wurden von den anwesenden Rettungsschwimmern sofort erhört, bereits nach wenigen Sekunden waren sie unterwegs zu dem erschöpften Mann. 

Nach kurzer Zeit war der Mann wieder am sicheren Ufer und lies sich kurz medizinisch in der Station durchchecken. „Er hatte großes Glück und ist mit dem Schrecken davon gekommen“, teilt Sandro Leitner, Technischer Leiter der Kreiswasserwacht, mit. Eine weitere Untersuchung im Krankenhaus lehnte der Mann ab - ihm gehe es gut. 

Doch nicht nur dieser Einsatz beschäftigte die Wasserwacht. Ein Mädchen hatte sich mit einem Ast am See-spitz ihren Fuß verletzt. Die Retter mussten erneut ausrücken und versorgten die junge Besucherin. Im Anschluss brachten sie die Verletzte mit dem Motorrettungsboot zur Station, wo der alarmierte Rettungswagen bereits wartete. 

Auch in Mittenwald musste die Wasserwacht am Lautersee mit ihrem Motorrettungsboot medizinische Hilfe leisten. Ebenso die Wasserwachten am Staffelsee. Die Besatzung der Wasserrettungsstation Seehausen unterstützte den Rettungsdienst bei der Versorgung eines gestürzten Radfahrers an der Schweinbucht. Für die Wasserwacht Uffing-Seehausen galt es, dieses Wochenende das Uffinger Gaufest sanitätsdienstlich abzusichern wie auch das Konzert von LaBrassBanda im Festzelt Uffing. Mit kräftiger Unterstützung durch Ein-heiten der BRK-Bereitschaften sicherten die Mitglieder am Sonntag den Gottesdienst und den Festumzug ab. Dort mussten nur kleinere Blessuren versorgt werden. Neben den klassischen „Rettungsschwimmer-Tätigkeiten“ gehören mittlerweile die notfallmedizinischen Versorgungen an und im Gewässer zu den Hauptaufgaben der Wasserwacht. 

Rubriklistenbild: © Jörg Jovi/ Symbolbild

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