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Komplett besprüht: der BZB-Triebwagen auf dem Betriebsgelände in Grainau. 

Besteht Zusammenhang zu früherem Fall bei Wendelsteinbahn?

Zugspitzbahn: Hoher Schaden durch Graffitis

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Diese Dimension an Schmierereien ist selbst für die Polizei Garmisch-Partenkirchen ungewöhnlich. Unbekannte haben sich an einem Triebwagen sowie an der Außenwand des BZB-Gebäudes ausgetobt.

Grainau – Ziemlich aufwändig und sehr plakativ – so beschreibt Josef Grasegger, wie ein Triebwagen der Bayerischen Zugspitzbahn (BZB) besprüht wurde. „Wir gehen von zwei oder mehreren Tätern aus“, sagt der Sprecher der Polizeiinspektion Garmisch-Partenkirchen. „Bombay“ und „Mountain Train Killer Kommando“ sind zwei der Graffiti-Schriftzüge, die entziffert werden können. Die anderen – beide Seiten und auch die Front sind betroffen – lassen sich nicht erschließen. Die Sprüher waren in der Nacht auf Dienstag zwischen 19.30 und 6 Uhr aktiv. Hinweise nehmen die Ermittler unter Telefon 0 88 21/91 70 entgegen.

Neben dem Schaden am Triebwagen, der vor der Halle auf dem BZB-Betriebsgelände in Grainau abgestellt war, bemerkten Mitarbeiter des Bergbahn-Unternehmens auch noch großflächig angebrachte Graffitis an der Außenwand des Gebäudes sowie an dessen Garagentoren. Die Polizei geht von einem Schaden in Höhe von mehreren Tausend Euro aus. „Das ist schon eine andere Dimension als die Schmierereien, mit denen wir sonst zu tun haben“, unterstreicht Grasegger.

Vor zwei Jahren gab es einen ähnlichen Vorfall bei der Wendelsteinbahn (Landkreis Rosenheim). Ob ein Zusammenhang besteht, wird dem Polizeisprecher zufolge noch geprüft. Der entscheidende Unterschied: 2015 ließen sich die Graffiti-Sprüher in der Werkstatt einsperren, verzierten dann den ganzen Zug und brachen nach getaner Arbeit aus dem Gebäude aus. Für die Mitarbeiter der Wendelsteinbahn war das Glück im Unglück. Die Farbe war im Inneren noch nicht getrocknet, sodass sie „das Kunstwerk“ mit Polierpaste entfernen konnten. Bei der BZB ist eine Spezialfirma gefordert, die den Triebwagen wieder in seinen weiß-blauen Ur-Zustand versetzt. Wie lange das dauert und welche Kosten auf das Unternehmen zukommen, kann BZB-Sprecherin Verena Lothes nicht sagen. Nachdem Deutschlands höchster Berg derzeit nur per Zahnradbahn zu erreichen ist, sei allerdings eines sicher: „Den Ausfall merken wir.“

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