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Ein Gebiet, einige Einsätze: Mehrfach müssen die Bergretter am Zugspitz-Klettersteig zur Hilfe eilen. 

Bergwacht Grainau im Dauereinsatz

Hilflos am Zugspitz-Klettersteig

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Schlechtes Wetter, schlechte Ausrüstung - das wurde mehreren Bergsteigern am Wochenende zum Verhängnis. Sie mussten die Einsatzkräfte alarmieren.

Grainau – Kaum zur Ruhe sind die Mitglieder der Bergwacht Grainau am Wochenende gekommen. Mehrmals mussten sie Menschen aus ihrer misslichen Lage befreien – oft im gleichen Gebiet und wegen fehlender Ausrüstung.

Die erste Alarmierung aus dem Bereich Zugspitz-Klettersteig ging am Sonntag gegen 22.39 Uhr ein. Ein junger Mann aus Ingolstadt hatte sich verstiegen. Der 19-Jährige war trotz der schlechten Witterung und mit ungeeigneter Ausrüstung erst mittags zu der Tour aufgebrochen. Oberhalb des so genannten Bretts kam er vom Weg ab und stieg bis zum Grat, obwohl er keine Ahnung hatte, wo er sich befand. Nach der Ortung des 19-Jährigen unterhalb des Östlichen Riffelkopfes wurde der Polizei-Hubschrauber Edelweiß 8 angefordert, der gegen 0.30 Uhr am Landeplatz der Bergwacht eintraf. Der Helikopter beförderte daraufhin einen Retter ins Höllental. „Der Verstiegene konnte noch ein kurzes Lichtsignal geben, dann war der Akku vollständig leer“, heißt es von Seiten der Bergwacht. An der vermeintlichen Stelle wurde der Retter schließlich abgewincht und brachte den Ingolstädter gegen 1.30 Uhr an Bord des Hubschraubers.

Ebenfalls am Klettersteig in Not geraten war am Montag gegen 18.07 Uhr ein 22-Jähriger aus Frankenthal (Pfalz), dem der Schnee einen Strich durch seine geplante Mehrtagestour gemacht hat. Im Anstieg zur Zugspitze war für ihn Endstation, weil die Drahtseile noch unter Schnee liegen. Sechs Einsatzkräfte bauten am Grat Verankerungen auf und legten ein Fixseil bis unter die Irmerscharte. Mit Windenunterstützung konnten sie den Erschöpften, dessen völlig durchnässter Rucksack 25 Kilogramm wog, nach oben bringen. Wie die Bergwacht mitteilt, habe ihn der Wetterbericht nicht weiter gestört. Außerdem sei er Mitglied beim Alpenverein, welcher im Notfall die Kosten übernimmt.

Mit dem gleichen Problem, das den 22-Jährigen zum Notruf gezwungen hatte, wurden bereits am Samstag gegen 13.56 Uhr 14 teils mangelhaft ausgerüstete Personen aus mehreren Nationen 100 Meter unterhalb des Gipfels konfrontiert. Sieben Mann der Bergwacht eilten ihnen zur Hilfe und brachten sie ins Tal. Nur wenige Minuten nach der Alarmierung kam die nächste: Eine Frau (66) aus Neu Kaliß befand sich mit einer Kopfplatzwunde an der Höllental-Eingangshütte. Zwei Retter brachten die Verletzte ins Klinikum.

Nicht nur in den Bergen, sondern auch am Eibsee waren die Grainauer am Samstag gefordert. Dort brauchte die Wasserwacht Unterstützung, weil sie aus Wassermangel nicht mit dem Boot in den Untersee einfahren konnte, um eine am Sprunggelenk verletzte Frau aus Löbichau zum Steg zu befördern. Mit vereinten Kräften gelang es schließlich, das Boot über die Flachstelle zu bringen.

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