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Volles Unterhaltungsprogramm bei Jeff Kinneys Besuch auf der Zugspitze.
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Grüße von der Zugspitze: Lehrerin Alexandra Scherer (l.) sowie Buben und Mädchen der Schütte-Schule positionieren sich vor dem Eisblock, in dem der neue Band eingefroren ist, fürs Erinnerungsbild mit Bestsellerautor Jeff Kinney (h.).
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Volles Unterhaltungsprogramm bei Jeff Kinneys Besuch auf der Zugspitze.

Ein besonderer Schultag mit dem Erfinder von „Gregs Tagebuch“

Bestseller-Autor Jeff Kinney fährt mit Kindern auf die Zugspitze - und wird eiskalt erwischt

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Es war eine Begegnung der besonderen Art: Dritt- und Viertklässler der Bürgermeister-Schütte-Schule in Garmisch-Partenkirchen haben den amerikanischen Bestseller-Autor Jeff Kinney getroffen. Der Erfinder von „Gregs Tagebuch“ fuhr mit ihnen auf die Zugspitze. Dort warteten eiskalte Überraschungen – für alle.

Grainau – Erst die Augen, dann Nase, Gesicht, Haare, die Ohren, den Mund und am Schluss den Bananen-förmigen Körper. Fertig ist er, der Protagonist eines Weltbestsellers. Jeff Kinney, sein Erfinder, malt ihn blind auf einen Flipchart – und entstellt ihn. Gregory Heffleys Ohren sitzen auf der Nase, die Haare in den Augen. „Das war nicht so gut“, sagt der US-Amerikaner auf Englisch. Sein Publikum, rund 60 Kinder der Bürgermeister-Schütte-Schule in Garmisch-Partenkirchen, kugelt sich vor Lachen. Die kleinen Fans wissen: Das kann er besser. Viel besser.

Zwölfmal hat Kinney schon bewiesen, wie er das Comic-Zeichnen beherrscht. In den zwölf Bänden der Kinderbuchreihe „Gregs Tagebuch“. In rund 90 Ländern wurden sie veröffentlicht, über 200 Millionen Exemplare verkauft. Nummer 13 kam jetzt auf den Markt. Name: „Eiskalt erwischt“. Der Titel – wie gemacht für den Besuch auf der Zugspitze.

Jeff Kinney zum ersten Mal auf der Zugspitze

Mit der Zahnradbahn geht es an diesem Tag hoch auf knapp 3000 Meter. Erst steigt Kinney, mit Jeans, schwarzer Steppjacke, gemusterten Schal und ockerfarbenen Lederhandschuhen gekleidet, ein. Dann die Schüler der 3b und 4c. Denis Davchev vorneweg. Er sieht den Autor nicht gleich, entdeckt ihn doch im Waggon und ruft voller Verehrung in der Stimme: „Jeff Kinney – oh my god!“ Den Platz neben dem Star-Schreiber ist seiner, logisch. Sofort bombardiert der Drittklässler sein Idol mit vorgefertigten Fragen auf Englisch, erkundigt sich zum Beispiel nach dem Alter des Amerikaners. Und gibt selbst ein Interview fürs Fernsehen. Wie ein Profi. Dabei sagt er später: „Ich konnte in der Nacht nicht schlafen.“ Vor Vorfreude und Aufregung.

Wie ihm ging es vielen. Sie fieberten dem Tag mit dem Bestseller-Autor entgegen. Der Baumhaus-Verlag und Hugendubel haben ihn organisiert. Oft trifft sich Kinney mit Kindern. Überall auf der Welt. In Israel, Polen, Mexico, Russland oder in Japan. Sieben Mal war er schon in Deutschland zu Gast. Aber noch nie auf Deutschlands höchstem Berg, wo es ihn eiskalt erwischt.

Minus zehn Grad herrschen draußen am Zugspitzplatt, ein frostiger Wind weht. Schnee ist über Nacht gefallen und liegt wie ein weißer Teppich über den Bergen und Pisten. Kinney fotografiert mit seinem Handy los, staunt. „Awesome, amazing“ (übersetzt: großartig), sagt der Mann, der 2009 im Time Magazin in der Liste der 100 einflussreichsten Personen der Welt aufgeführt war. „So etwas habe ich noch nie gesehen.“ Unbedingt möchte er hier einmal mit seiner Frau und den zwei Söhnen skifahren. Nur ein paar Minuten hat er für sich, da erschallen wieder die „Jeff“-Rufe. Davchev und die anderen Kinder wollen ihn erneut bombardieren – diesmal mit Kunst-Schneebällen.

350 Witze pro Buch denkt er sich aus

Auf einem Hügel, in dem Greg-Pappmasken und Zielscheiben stecken, bringen sich die kleinen Angreifer in Stellung – und feuern die flauschigen Kugeln ab. Kinney begibt sich mitten ins Gefecht, tollt ausgelassen mit seinen jungen Fans herum. Ein Schultag, der unvergesslichen Art.

Die nächste kalte Überraschung wartet vor dem Sonnalpin. Dort ist eine Eisskulptur aufgebaut. Darin eingefroren: vier Exemplare des neuen Buches. Der millionenschwere Autor und Online-Spieleentwickler, der in Massachusetts lebt und dort eine Buchhandlung besitzt, zeigt sich beeindruckt. Am liebsten, sagt er, „würde ich den Eisblock mit in den Flieger nehmen“. Spaß natürlich.

Witze zu reißen, damit kennt er sich aus. Sie sind neben der kindgerechten Schreibart und den selbstkreierten Comics ein Erfolgsrezept in seinen Werken. Damit würzt er die Erlebnisse von Greg, die sich an wahre Begebenheiten aus seinem eigenen Leben anlehnen. Für jedes seiner Bände denkt er sich zuerst „Jokes“ (Witze) aus, erzählt er. 350 pro Buch. Am ersten hat Kinney acht Jahre lang gearbeitet, ehe er es einem New Yorker Verlag präsentierte. Der Start einer steilen Karriere.

Seine Lebensgeschichte erzählt er den Schülern im Gipfelrestaurant. Es ist einer von vielen Programmpunkten bei der Show, die von Schauspielerin Annika Preil moderiert wird („Anna und die Haustiere“, KiKa). Wie auch ein Wissensquiz und Tanzcontest – die beiden Lehrerinnen Katharina Kößler und Alexandra Scherer müssen ran–, eine Fragerunde oder eine Indoor-Schneeballschlacht.

Greg-Maskottchen ist auch dabei

Kinney gelingt es weltweit, Kinder weg von den Smartphones und Computern zu holen und zum Lesen zu bewegen. Für ihn, der schon in jungen Jahren Bücher verschlungen hat, das A und O. Er ist überzeugt: „Die Lebensqualität hängt davon ab, wie viel man liest.“

Alle seine Werke hat Alexander Neuhaus in sich aufgesogen. Beim Quiz sahnt er ab, weiß alles. Dann kommt sein großer Moment. Wie Antonia Berger darf der Neunjährige aus dem 13. Tagebuch vorlesen – und brilliert. Fehlerfrei. In der Schule hätte der junge Garmisch-Partenkirchner eine glatte Eins dafür bekommen. Und das, obwohl er ein bisschen nervös gewesen sei, gibt er zu.

Mit „Eiskalt erwischt“ ist er noch nicht fertig. Aber so oder so wird diese Ausgabe für ihn und die ganze 3b und 4c eine besondere bleiben: handsigniert von einem Bestseller-Autor, den sie hautnah kennenlernen durften. Nicht nur ihn. Auch Greg persönlich. Als Maskottchen. Mit Auge, Nase und Mund am richtigen Fleck.

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