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Steht zum Verkauf: das Gebäude an der Waxensteinstraße, in dem die Sparkassen-Filiale angesiedelt war. 

Zu teuer

Gemeinde verzichtet auf Sparkassen-Gebäude

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Das Sparkassen-Gebäude in Grainau steht zum Verkauf. Die Gemeinde hätte zugreifen können. In nichtöffentlicher Sitzung sprechen sich die Gemeinderäte dagegen aus. Eine Entscheidung, die nicht ganz nach dem Geschmack von Bürgermeister Stephan Märkl ausfiel.

Grainau – Es war eine bittere Pille, die die Bürger im vergangenen Jahr schlucken mussten. Grainau ereilte das gleiche Schicksal wie Unterammergau und Garmisch-Partenkirchen. Denn auch dort schloss die Kreissparkasse – wie berichtet – ihre Filiale. Seit Dezember dient sie lediglich als SB-Standort. Und das Gebäude steht zum Verkauf. Die Gemeinde hätte zugreifen können, sprach sich nun aber in nichtöffentlicher Sitzung mehrheitlich dagegen aus.

Eine Entscheidung, die nicht ganz nach dem Geschmack von Bürgermeister Stephan Märkl (CSU) ausfiel. Er wollte die „historische Chance“ nicht verstreichen lassen, die Immobilie an der Waxensteinstraße in Gemeindeeigentum zu bringen. „Wenn wir nicht zugreifen, ist sie weg“, sagt er. In der Regel für lange Zeit. Dem Rathauschef schwebte bereits eine Idee für die Nutzung vor. Er hätte wegen der zentralen Lage gerne die Tourist-Info dort angesiedelt. „Jetzt ist sie ein bisschen weg vom Schuss.“

Märkl muss seine Pläne über Bord werfen. Seine Gemeinderäte spielten nicht mit. Ihre Meinung akzeptiert er und kann sie auch nachvollziehen. Denn die Kosten hätten die Gemeindekasse strapaziert. Laut Märkl ging es um etwa 900 000 Euro. Mit Umbau wäre man bei über einer Million Euro gelandet. Deshalb versteht er die Einwände, dass der Kauf der Kommune zu teuer gekommen wäre.

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