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Ein Teil der Wohnblöcke an der Lärchwaldstraße und dem Unterwaldweg soll abgerissen werden.

Häuser werden abgerissen und neue gebaut

104 Wohnungen zu erschwinglichem Preis

Grainau - Zwei Jahre hat sich der Grainauer Gemeinderat bereits intensiv mit dem Projekt beschäftigt, nun dürfte es bald starten: Die sogenannte Eibsee-Siedlung aus den 1950er und 60er Jahren wird sich grundlegend verändern. 

In den Jahren 1955 bis 1968 hat das Katholische Siedlungswerk München im sogenannten Rosenthal an der Straße zum Eibsee elf Wohngebäude mit 60 Parteien errichtet. Viele Heimatvertriebene, aber auch Bundesbedienstete zogen damals als erste Mieter ein. Mittlerweile entsprechen die Bauten nicht mehr dem heutigen Standard, immer weniger waren die Häuser daher in den vergangenen Jahren belegt. Nun nimmt das katholische Siedlungswerk München GmbH (KSWM) ordentlich Geld in die Hand. Mit dieser Investition hat sich nun erneut der Grainauer Gemeinderat befasst. Fünf Tagesordnungspunkte umfasste die Aufstellung des Bebauungs- und Grünordnungsplans Nummer 71 „Lärchwaldstraße-Unterwaldweg“ in der Sitzung. Ein Vorhaben, das die Kommune bereits seit geraumer Zeit beschäftigte, intensiv gerade in den vergangenen zwei Jahren.

Das Siedlungswerk will Nägel mit Köpfen machen und neun ihrer bestehenden Wohngebäude in der Lärchwaldstraße beziehungsweise dem Unterwaldweg abreißen. Zwei Gebäude, die nicht der Abrissbirne zum Opfer fallen, wurden in jüngster Zeit grundlegend saniert. Zudem sind im nördlichen Bereich auf Höhe der Reihengaragen zwei Neubauten mit 22 Wohneinheiten geplant. Insgesamt sollen es 104 Wohnungen, davon 88 in den Neubauten, sein. Für die Autos der Mieter sind auf dem Areal vier Tiefgaragen geplant.

Einstimmig fiel im Rat das Abstimmungsergebnis aus. „Die Planung entspricht den städtebaulichen Zielen unserer Gemeinde“, sagte Bürgermeister Stephan Märkl (CSU). Er hob die „guten Ideen“ des Gemeinderats hervor sowie die gute Umsetzung des Bauamts. Umfangreich daher auch die in der Sitzung verlesenen Stellungnahmen nach der öffentlichen Auslegung, der Behördenbeteiligung und sonstiger Träger öffentlicher Belange. Wie etwa Fragen zum Emissionsschutz. Da drei Baukörper östlich des Unterwaldweges der Staatsstraße 2061 nahe kommen, standen Befürchtungen zur Lärmentwicklung im Raum. Diese konnte der Gemeinderat nicht erkennen. „Die Straße zum Eibsee ist nachts wenig befahren“, hieß es in der Stellungnahme der Gemeinde.

Festgesetzt wurde, dass der Grünordnungsplan im Bebauungsplan integriert ist. „Da für die zwei Neubauten Ausgleichsflächen ausgewiesen werden müssen, muss die gegenwärtige Schrebergartenfläche bis Ende 2017 verschwinden”, sagte Hans Ammer vom Bauamt. Dafür sollen Grünflächen mit einem artenreichen Kalkmagerrasen entstehen. Somit schuf der Gemeinderat die Voraussetzung, dass das Siedlungswerk mit dem Großprojekt nachhaltigen Wohn- und Lebensraum für die Bevölkerung zu einem erschwinglichen Preis anbieten kann.

Klaus Munz

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