Der Schwur: Rathauschef Stephan Märkl (r.) nimmt Vizebürgermeister Christian Andrä den Eid ab.
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Der Schwur: Rathauschef Stephan Märkl (r.) nimmt Vizebürgermeister Christian Andrä den Eid ab.

Konstituierende Sitzung des Gemeinderats 

Vizebürgermeister in Grainau: Fast alle Stimmen für Andrä

  • Roland Lory
    vonRoland Lory
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Die kommunalpolitische Arbeit in der neuen Wahlperiode kann in Grainau beginnen. Der neu gewählte Gemeinderat hat hierfür alles Nötige erledigt. Bei der Wahl des Vizebürgermeisters gab es keine Überraschung.

Grainau –Gibt es weitere Bewerber?“ Im Saal Waxenstein des Grainauer Kurhauses herrscht am Mittwochabend nach dieser Frage von Bürgermeister Stephan Märkl (CSU) Stille. Damit ist die Personalie Zweiter Bürgermeister so gut wie erledigt und der Weg frei für Christian Andrä (Bürger für Grainau, BfG).

Geheime Wahl

Die Gemeinderäte schreiten in der konstituierenden Sitzung einer nach dem anderen zur geheimen Wahl. Märkl und Kämmerer Anton Pfanzelter zählen aus. Ergebnis: 15 Volksvertreter votieren für Andrä, zwei Stimmen sind ungültig. Damit kann der 60-jährige Rechtsanwalt zufrieden sein. Ist er auch. „Ich freue mich sehr über dieses Ergebnis“, sagt er. Andrä löst David Schwinghammer (PWG) ab, der sechs Jahre Stellvertreter war.

Noch weitere Funktionen

BfG-Fraktionschef Andrä ist nicht nur ehrenamtlicher Vizebürgermeister, sondern vertritt die Gemeinde Grainau auch noch in zwei Gremien: zum einen im Zweckverband Kommunales Dienstleistungszentrum Oberland (überwacht den Verkehr), zum anderem in der Gesellschafterversammlung der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus GmbH. Michael Wilsch wirbt vor dem Wahlgang für Andrä. „Er hat sich in den vergangenen sechs Jahren durch sehr intensives Engagement ausgezeichnet.“ Zudem bestimmt der neue Gemeinderat weitere Stellvertreter: Anton Reindl (CSU, wie bisher) und Andreas Augscheller (PWG, neu).

Viele Formalitäten

Neben der Wahl des Zweiten Bürgermeisters sind an dem Abend noch diverse Formalitäten abzuwickeln. Dazu zählt etwa, dass die Geschäftsordnung neu erlassen wird. Große Debatten gibt es nicht. Nur Augscheller meldet sich zu Wort. Er halte es für „zeitgemäß und angemessen“, das Sitzungsgeld von 20 auf 25 Euro zu erhöhen, um damit die Wertschätzung für das Ehrenamt anzuerkennen. Augscheller hatte sich zuvor informiert. In umliegenden Gemeinden liegt der Satz ihm zufolge bei 30 beziehungsweise 35 Euro. Eine kleine Erhöhung wäre nach Augschellers Meinung „nicht ausgeschamt“.

Sitzungsgeld bleibt bei 20 Euro

Rathauschef Märkl erklärt, dass man sich vorab in der Sitzung der Fraktionssprecher auf den bisherigen Satz von 20 Euro verständigt habe. Michael Wilsch kann Augschellers Vorstoß nichts abgewinnen. In der derzeitigen Corona-Situation sei eine Erhöhung nicht angemessen, zumal viele Menschen in Kurzarbeit und einige auch in ihrer Existenz bedroht seien. „Ich würde es bei 20 Euro belassen.“ Eine Abstimmung gibt es nicht. Märkl schlägt vor, zur Hälfte der Wahlperiode noch einmal darüber zu sprechen.

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