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Die mögliche neue Kandidatin Alena Stühler (r.) zusammen mit (v.l.) dem PWG-Vorsitzenden Hubert Stühler, dem Zweiten Bürgermeister David Schwinghammer, Gemeinderat Christoph Elsner und Gemeinderätin Barbara Ostler.

Parteilose Wählergemeinschaft Grainau

Das Credo lautet: PWG erhalten

Die Parteilose Wählergemeinschaft (PWG) soll weiter bestehen. Fünf mögliche Gemeinderatskandidaten sind im Gespräch.

Grainau –„Ein Zweiparteiensystem ist grundsätzlich schlecht“, betont der Heimatforscher und ehemalige Gemeinderat Peter Schwarz. „Eine dritte Partei ist der Idealfall, das ist ganz wichtig für den Ort“, beurteilt Altbürgermeister Peter Schuster die Situation. Und: „Das Stichwort muss sein: Erhalten!“ Gemeint ist damit der Erhalt der Grainauer Parteilosen Wählergemeinschaft (PWG), die neben der CSU und den Bürgern von Grainau (BfG) dritte Gruppierung im Ort, die zur Zeit um neue Mitglieder wirbt.

Bei der Gründungsversammlung der PWG im Jahre 1946 waren es 176 Mitglieder. Am Montag fanden sich keine 20 mehr im Restaurant Spatzenhäusl zusammen, um über die Zukunft zu sprechen. Prompt überzeugt die ehrliche Diskussion dann doch einen Interessierten, Mitglied zu werden. Für die Freien in Grainau ein weiterer Grund, die Motivation hoch zu halten, denn in den vergangenen Jahren ist das Vereinsleben ziemlich zum Erliegen gekommen.

Die Luft war raus. Persönliche Gründe werden angegeben – Gemeinderat Dr. Michael Pach verabschiedete sich in eine Sabbatical-Auszeit. Dabei vertreten die Freien Wähler ohne Fraktionszwang eine dringend benötigte Mittlerposition im Rathaus, sagt der Vorsitzende Hubert Stühler. Sie können Themen auch mal ganz unkonventionell beleuchten und öffnen so Perspektiven, die ohne sie im klassischen Parteien-Schwarzweiß untergehen würden.

„Eingebracht haben wir uns eigentlich recht gut“, lautet das Resümee von David Schwinghammer. Als Zweiter Bürgermeister möchte sich der Polizeibeamte jedoch nicht noch einmal zur Verfügung stellen. Ihn fordert vor allem die berufliche Weiterentwicklung. Gewisse Diskrepanzen in Grainaus Kommunalpolitik machen ihm zu schaffen. „Die Zusammenarbeit funktioniert so nicht.“

Doch auch ohne Schwinghammer wollen die Parteilosen Wähler bei der Kommunalwahl am 15. März noch einmal angreifen: Tatsächlich sind fünf mögliche Kandidaten im Gespräch. Am Montag, 20. Januar, um 20 Uhr trifft man sich zur Aufstellungsversammlung, erneut im „Spatzenhäusl“. Dazu sind auch Interessenten eingeladen, die sich einbringen wollen. Es müssen ja nicht gleich wieder 176 sein.

Eva Klaehn

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