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Ein Ausschnitt der Flurnamenkarte mit den von Hans Holzner gesetzten Nummerierungen und Beschriftungen.

Bär und Lilie bringt Buch heraus

Grainauer Heimatverein präsentiert Flurnamenforschung

Über den Bleibenacker und die Bräuwies: Hubert Riesch geht bei Mitgliederversammlung des Heimatvereins auf die von Hans Holzner hinterlassene Forschung ein. In Kürze erscheinen seine Sammlungen in Buchform.

Grainau – Hans Holzner (1886 - 1958) war eine herausragende Persönlichkeit für Grainau. Der frühere Kreisheimatpfleger, zugleich Grainauer Gemeindesekretär und Autodidakt als Kunstmaler, hinterließ dem Ort unter der Zugspitze einen wahren Schatz: die Flurnamenforschung. Die Herausgabe von Holzners Sammlungen in Buchform ist in Kürze vorgesehen, erklärte Hubert Riesch, Vorsitzender des Grainauer Heimatvereins Bär und Lilie, während der Mitgliederversammlung.

Eine entsprechende Ortskarte wurde von Holzner in den Jahren 1937 bis 1939 mit den erforschten Flurnamen beschriftet und nummeriert, die Erklärungen und Ergänzungen zu den Namen inklusive. Da gibt es in Grainau etwa eine Flur mit der Bezeichnung „Bleibenacker“. „Schon im Jahre 1630 war dieser Name nachgewiesen und das Feld im Besitz der ,Geigerer‘“. erklärte Riesch. „Holzner deutete dies mit ,Acker bleibt mir nicht‘.“ Auch die mit der Nummer 65 versehene „Bräuwies“ wurde von dem engagierten Heimatforscher entsprechend mit seiner Recherche versehen. „Früherer Besitzer dieser Flur war das Brauhaus Garmisch“, erklärte Riesch.

Peter Schuster informierte die Mitglieder über die Neuerungen im Vereinsarchiv. „Es waren 109 Zugänge, etwa aus Nachlässen. Und da waren ganz besondere Exponate dabei wie beispielsweise ein Armee-Entlass schein von 1871, seltene Postkarten oder ein Foto, das sieben Obergrainauer im Jahre 1925 mit einem Bierbanzen und der Aufschrift § 11 zeigt.“ Das Internet half Schuster hier weiter. „Es war die Zeit ohne Armee, wehrtüchtige Männer wurden jedoch damals trotzdem erfasst.“

Im weiteren Verlauf der Versammlung blickte Riesch auf die Höhepunkte des abgelaufenen Vereinsjahrs zurück. Dazu gehörten der Ausflug zum Ganghofer-Museum, die Beteiligung am Christkindlmarkt und am Luftgewehr-Vergleichsturnier aller Ortsvereine. Höhepunkt war dabei die im vergangenen Jahr groß angelegte Ausstellung mit Gemälden des Wahl-Grainauers Walter Rizzi in der Dorfgalerie. Rieschs Dank galt dabei den „Machern“ der Ausstellung, Helmut Lorenz, Dr. Wolfgang Ollendorff, Gini Resch, Herbert Reichart und Hans Aichmüller.

Auch Bürgermeister Stephan Märkl (CSU) dankte den Vereinsmitgliedern für die gelungene Rizzi-Schau mit über 500 Besuchern. Vier dem Verein gestiftete Bilder des Künstlers wurden von Barry Caselton anschließend erfolgreich versteigert. Auch im kommenden Jahr ist wieder eine Ausstellung mit „Raritäten aus dem Archiv“ in der Dorfgalerie geplant.

Klaus Munz

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