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Grainau ist mit dem Eibsee und der Zugspitze ein Tourismus-Magnet.

Präsentation im Gemeinderat

Grainauer Tourismus-Zahlen weiter „äußerst erfreulich“

Mehr Ankünfte, mehr Übernachtungen: Grainau ist nach wie vor beliebtes Urlaubsziel - bei den Deutschen.

Grainau – Seit vergangenem November hat Grainau einen neuen Tourismus-Chef. Nun kam Andreas Lechner die Aufgabe zu, im Gemeinderat die Zahlen für 2018 zu präsentieren. Für das Ergebnis steht er noch nicht richtig in der Verantwortung – wobei es jedem Verantwortlichen gut zu Gesicht stehen würde. Denn mit Blick auf die Ankünfte und Übernachtungen konnte Lechner ein gutes Fazit ziehen: „Das ist eine äußerst erfreuliche Entwicklung.“ Und eine erneute Steigerung – der positive Trend hält an.

Ein Plus von 7,1 Prozent (635 193 auf 680 135) ist bei den Übernachtungen zu verzeichnen. Die Zahl der Ankünfte stieg im vergangenen Jahr um 8,4 Prozent (von 186 766 auf 202 487) an. „Ein ähnlich gutes Ergebnis“ sieht Lechner, wenn er sich nur das Ergebnis der Vermieter anschaut. Es zeigt sich: Haben sie im Jahr 2015 noch für rund 450 000 Übernachtungen im Dorf gesorgt, sind es inzwischen etwas mehr als 510 000.

Grainau ist ein Touristen-Magnet, und das kommt auch der Gemeinde zugute. Im vergangenen Jahr hat sie mit Kurbeitrags-Einnahmen in Höhe von 1,17 Millionen Euro gerechnet. Heuer sind es sogar 1,38 Millionen Euro.

Dabei zeigt sich: Neun von zehn Gästen, die in das Zugspitzdorf kommen, sind Deutsche und eher älter. 53,24 Prozent aller Besucher haben Lechner zufolge ein Alter zwischen 41 und 70 Jahren. Eine Schraube, an der der Tourismus-Chef gern drehen würde. „Es wäre schon gut, wenn wir dagegen steuern können“, um die Entwicklung „in die andere Richtung“ zu bringen. Also jüngere Urlauber nach Grainau zu bringen. Damit zusammen hängt auch das Angebot, Unterkünfte direkt im Internet buchen zu können. Von den Betrieben, die direkt auf der Gemeindeseite geführt sind, würden aber nur 17 eine Ferienwohnung oder ein Hotelzimmer per Mausklick anmieten. „61 Betriebe sind nur auf Anfrage buchbar.“ Der Umsatz pro Reservierung ist in den Jahren gestiegen und lag 2018 bei 388,5 Euro.

Auch beim Meldewesen läuft noch nicht alles so modern ab, wie Lechner dies gern hätte. 228 Betriebe nutzen demnach das elektronische Verfahren. Manuell gehen von 39 Häusern die Gästemeldungen ein. „Das schafft zusätzlichen Aufwand“, sagt der Tourismus-Chef. Lechner hofft, dass es weitere Umstellungen gibt – auch wenn man wohl nie alle Betriebe ins Boot holen kann.

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