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Aufmarsch der Trachtler: Mit wehender Fahne und klingendem Spiel geht es durch Grainau.

Zeichen der Verbundenheit

 Grainauer Volkstrachtenverein „D’ Höllentaler“ feiert 110-Jähriges

800 Trachtler aus dem gesamten Gau feierten mit dem Volkstrachtenverein „D’ Höllentaler“ dessen 110. Geburtstag. Mit Gottesdienst, Umzug und Festessen nahm der Tag einen würdigen Verlauf.

Grainau – Unter weiß-blau bewölktem Himmel schaut manchmal auch die Sonne hervor. „Das Wichtigste ist, dass das Wetter hält“, meint Zugleiter Nikolaus Grasegger noch kurz vor dem Beginn. Während der Messe am Vormittag habe es zwischendurch nicht gut ausgesehen. „110 Jahre, das ist schon eine hohe Ehre für den Verein“, führt er weiter aus. Das zu erreichen, sei nur möglich gewesen, weil Grainau ein Dorf ist, in dem alle zusammen helfen. Sohn „Niki“ pflichtet ihm bei: „Bei uns ziehen alle an einem Strang.“ Gerade bei einer solchen Veranstaltung würde sich das zeigen. „Alle Aufgaben, die anfielen, haben Mitgliedern des Vereins gestemmt.“

Festumzug in Grainau: Das sind die Bilder

Historische Tracht: der Alte Tanz des Patenvereins aus Garmisch.

Mit Trommelwirbel und schneidiger Musik beginnt der Marsch am unteren Dorfplatz in Grainau. Ein ewig langer Zug von acht Vereinen, dazu Blaskapellen und drei Festwagen setzt sich in Bewegung. Drei Männer auf Pferden bilden den Anfang. Dahinter folgen, strikt nach Ortschaften getrennt, Trommler, Blaskapellen und die Mitglieder der Trachtenvereine. Auch eine große Abordnung von Ehrengästen ist dabei. Allen voran Landrat Anton Speer (Freie Wähler) und die Landtags-Abgeordneten Harald Kühn (CSU) und Florian Streibl (Freie Wähler). „Ich komme immer gerne zu solchen Veranstaltungen“, sagt Kühn. Vor allem, weil sich hier die Verbundenheit zwischen Brauchtum und Heimat zeige.

Historische Tracht: der Alte Tanz des Patenvereins aus Garmisch.

Als der Zug am Musikpavillon angekommen ist, können die Verantwortlichen endlich aufatmen. Nun folgt der gemütliche Teil. Bei Bier und Brathähnchen klingt der Tag aus. Vorsitzender Anton Fritz ist mit der gesamten Veranstaltung vollkommen zufrieden. Gerade mit Blick auf die hohe Beteiligung kann er das auch sein. So wurde auch hier eindrucksvoll gezeigt, dass Tradition das Weitergeben des Feuers und nicht das Bewahren der Asche bedeutet.

Magnus Näbauer

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