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Das gesamte Eibsee-Gebiet wird aus dem Hochbehälter versorgt.

Für sauberes Trinkwasser

Grainau saniert Hochbehälter

Grainau - Erste raue Stellen weist der Hochbehälter am Eibsee auf. Um weiterhin sauberes Trinkwasser gewährleisten zu können, nimmt Grainau viel Geld in die Hand.

Rund 30 000 Kubikmeter Trinkwasser wird pro Jahr am Eibsee verbraucht: Vom gleichnamigen Hotel, den Seehäusern und in den Bahnhöfen der Bayerischen Zugspitzbahn (BZB) sowie auf der Zugspitze. Das Nass stammt aus dem Hochbehälter Eibsee.

Doch nun hat ein Gutachten gezeigt: „Der Hochbehälter muss dringend saniert werden“, verdeutlichte Grainaus Bürgermeister Stephan Märkl (CSU) in der Gemeinderatssitzung. 165 000 Euro nimmt die Kommune dafür heuer in die Hand.

Und das nach „nur“ 20 Jahren Betriebszeit der Anlage. Diese wurde 1995/1996 errichtet. Märkl ließ in der Sitzung anklingen, dass möglicherweise bereits damals beim Bau „Arbeiten unsachgemäß ausgeführt wurden“. Nachweisbar ist dies aber nicht mehr. Und obwohl „man eigentlich mit Laufzeiten von rund 50 Jahren rechnet“, könnten dennoch früher Schäden auftreten, sagt Andreas Huber, Wassermeister der Gemeinde.

Diese sollen nun zwischen Juni und September behoben werden. Probleme bereitet die äußere Betonschicht des Hochbehälters. „Der Zement löst sich und wird an einigen Stellen rauh“, erläutert der Wassermeister. Die Gefahr: „Keime könnten ins Trinkwasser gelangen.“

Tun sie derzeit aber nicht. Alle zwei bis drei Monate wird die Anlage und das kühle Nass überprüft. Aber ein Risiko will die Gemeinde auch gar nicht erst eingehen. Darum wird die Anlage, die in zwei Kammern jeweils 250 Kubikmeter Wasser fasst, nun saniert.

Mit Beeinträchtigungen müssen die Anwohner und Hotelgäste am Eibsee sowie Zugspitz-Besucher nicht rechnen. Denn die Arbeiten sind bei laufendem Betrieb geplant. Jeweils eine Kammer wird saniert, und das Wasser in dieser Zeit in der zweiten Kammer gespeichert.

Janine Tokarski

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