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Rettungseinsatz im Höllental: Paar findet Weg nicht mehr - bei winterlichen Verhältnissen

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Geglückte Rettung bei Eis und Schnee. © Bergwacht Grainau

Sie waren recht gut ausgerüstet, trotzdem brauchte ein Paar bei ihrer Tour Hilfe von den Bergrettern. Diese mussten teilweise durch knietiefen Schnee.

Grainau – Ein Paar aus Halle/Saale ist am Mittwoch gegen 14.30 Uhr im ersten Abschnitt des oberen Höllental-Klettersteigs in Bergnot geraten. Dort herrschen durch den Schneefall der vergangenen Tage bereits winterliche Verhältnisse. Wegen der schlechten Sicht konnten die beiden den weiteren Weg nicht finden.

Rettungseinsatz im Höllental: Paar findet bei winterlichen Verhältnissen den Weg nicht mehr

„Die 37- und 30-jährigen Bergsteiger waren zwar relativ gut ausgerüstet, hatten aber kein Seil dabei. Somit waren sie in ihrer misslichen Lage gefangen“, erklärt Einsatzleiter Toni Vogg junior von der Bergwacht Grainau. Er alarmierte die diensthabende Mannschaft. Zusätzlich wurden über eine Alarmierungs-App weitere Bergretter in Bereitschaft versetzt. Nach gründlicher Vorbereitung machten sich sieben Einsatzkräfte mit der Seilbahn auf den Weg zum Zugspitzgipfel. Von dort begannen sie den anspruchsvollen Abstieg im winterlichen Alpingelände. Teilweise waren die Retter im knietiefen Schnee unterwegs.

Grainau: Paar findet Weg nicht mehr - Rettungseinsatz im Höllental

Etwa zwei Stunden später erreichten die Einsatzkräfte die Bergsteiger, die sich zwischenzeitlich unter einem Felsvorsprung vor der Witterung geschützt hatten. Mit Wärmewesten ausgestattet konnten sie am Seil gesichert zu einem Absatz direkt über dem Gletscher geführt und dorthin abgeseilt werden. 

Bei Einbruch der Dämmerung waren alle Beteiligten auf dem Gletscher angekommen und setzten den beschwerlichen Abstieg durch den Neuschnee fort. Gegen 21.30 Uhr kamen sie an der Höllentalangerhütte an, wo die beiden Geretteten die Nacht verbrachten. Für die Einsatzkräfte stand nach einer Pause mit Stärkung der Weg durch die Höllentalklamm bis ins Tal an. Kurz nach Mitternacht kehrte die Mannschaft wohlbehalten, aber müde zurück in die Bergrettungswache. Neun Männer und ein Bergrettungsfahrzeug waren an diesem Tag zehn Stunden lang gefordert.

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Thomas Karsch

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