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Die Arbeiten an dem neuen Forstweg laufen nach Plan. 

Auch die Bergwacht profitiert

Jagasteig für Wanderer gesperrt: Neuer Weg entsteht

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Erst sprengen, jetzt baggern: Um den Wald besser zu bewirtschaften, wird derzeit eine neue Forststraße gebaut. Während der Arbeiten müssen Wanderer auf eine andere Route zum Kreuzeck ausweichen.

Grainau – Niklas hat schuld. Der Orkan, der im Frühjahr 2015 über Europa gezogen, hatte auch in Grainau gewütet, im Wald der bayerischen Staatsforsten. Große Schäden inklusive. Im Bereich des Wanderwegs von Hammersbach über das Wald- aufs Kreuzeck hat „der Sturm einen 200 Jahre alten Bergmischwald umgeschmissen“, sagt Richard Baur. In der Folge kam es zu einem verstärkten Borkenkäfer-Aufkommen. Das Schadholz wurde bereits mit den Tricks der Technik entfernt, einzelne Bäume zu entfernen, stellt den Forst vor Probleme. Die Reaktion: Ein neuer Forstweg im oberen Bereich an der Kiesgrube entsteht, um die Bewirtschaftung besser zu gewährleisten.

„Wir bauen in den Hang rein, um den Bergwald besser zu erschließen“, erklärt Baur. Seit gut einer Woche laufen die Arbeiten. Zweimal musste der Forst unerwartet harten Fels sprengen, der zum Vorschein kam. Der Bagger mit seinem Hydraulikmeißel hatte zuvor kapituliert, erzählt der Stellvertretende Leiter des Forstbetriebs Oberammergau. Jetzt aber kann das schwere Gerät sein Werk wieder verrichten. Die herausgebrochenen Steine nutzen die Arbeiter gleich für den Wegebau.

Von der Aktion profitiert nicht nur der Forst. Baur zufolge kommt sie auch privaten Waldbesitzern gerade recht. Ebenso der Bergwacht. „Sie hat uns darauf hingewiesen, dass die Erschließungslage dort schlecht ist.“ Mit dem neuen Weg erleichtert man nun auch den Rettern einen unkomplizierteren Transport der Verunglückten.

Die einzigen, die derzeit ein bisschen zurückstecken müssen, sind die Wanderer. Der Jagasteig bleibt noch bis 30. September gesperrt. Zum Kreuzeck gelangen die Fußgänger solange über den Weg, der an der Kreuzeckbahn-Talstation beginnt. Zwar sind bis zu diesem Datum die Arbeiten noch nicht vollendet, doch die Tour wieder machbar. Und zwar ohne mit den Schuhen stecken zu bleiben. Baur versichert: „Wir bemühen uns zum Wochenende hin, dass die Leute nicht durch den Dreck gehen müssen.“

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