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Der neue Vorstand der CSU Grainau: (h. v. l.) Petra Mayer, Johann Diepold und Karl Rothfuss, (davor v. l.) Birgitt Langer, Dagmar Waldmann und Thomas Radu, (2. Reihe v. l.) Hubert Riesch, Stephan Märkl, Anton Reindl und Paul Millian, (v.v.l.) Seppi Reiser, Johann Reiser, Kathrin Korbion und Andreas Kaufmann.  

Deutliche Worte bei CSU-Jahresversammlung

Reiser kritisiert höhere Beiträge

Der Beitrag für Mitglieder der CSU ist von 63 auf 70 Euro angehoben worden.  Johann Reiser, der wiedergewählte Vorsitzende des Ortsvereins Grainau, hält diese Entscheidung für falsch. Sie erschwere es, neue Mitglieder  zu werben.

Grainau – Johann Reiser führt auch die nächsten beiden Jahre den CSU-Ortverband Grainau. Einen Wechsel gab es beim Amt des Schatzmeisters, der allerdings für niemanden unerwartet kam: Für Kurt Aschenbrenner, der seit 2002 das Amt inne hatte und der nach 15 Jahren „lieber mit dem Wohnmobil durch die Welt reisen“ möchte, rückt der 20 Jahre jüngere, ehemalige Schriftführer der Partei (von 1999 bis 2015), Paul Millian, nach.

Für Aschenbrenner der absolute Traumnachfolger. „Er ist kein Newcomer und kennt die Materie aus dem Effeff. Ich bin sicher, er wird seine Sache gut machen“, meinte der 66-jährige ehemalige Steuerberater. Und Millian, von Hauptberuf Beamter, in Grainau geboren und aufgewachsen und inzwischen in Garmisch-Partenkirchen lebend, sagte: „Ich freue mich über meine neue Aufgabe“. Die Zahlen seien ja überschaubar. Bei einem Jahresbeitrag der etwa 110 Mitglieder von 63 Euro, von denen allein 51 Euro an die übergeordneten Verbände weitergeleitet werden müssten, sei es nun an ihm, „mit diesem Betrag gut zu haushalten“. Sein Vorgänger hat gezeigt, wie das geht. Der Rechenschaftsbericht 2016 weist immerhin ein Plus von gut 5000 Euro aus (davon knapp 3000 Euro Überschuss aus 2015).

Nach seinem Jahresrückblick hatte der alte und neue Vorsitzende deutliche Worte für die gestiegenen Mitgliedsbeiträge von 63 auf 70 Euro jährlich gefunden: „Diese Entscheidung halte ich in der heutigen Zeit, in der es so schwierig ist, neue Mitglieder zu werben, für falsch“, sagte Reiser. Weiterhin kritisierte er, dass der Gemeinderat das Sparkassen-Gebäude im Ort nicht gekauft habe. Er plädierte für eine Einreisekontrolle und mehr Videoüberwachung in seiner Gemeinde. „Durch die Videoüberwachung wurde der Täter gefasst, der eine Frau in Berlin eine Treppe hinabgestoßen hat“, sagte er.

Grainaus Bürgermeister Stephan Märkl, der als Stellvertretender Vorsitzender von den rund 40 Mitgliedern bestätigt wurde, nannte sein Amt seinen „Traumberuf“, auch wenn er wisse, dass so manch einer die eine oder andere seiner Entscheidungen missbillige. „Man kann es eben nicht jedem recht machen“.

Barbara Falkenberg

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