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Die Spitze des Kreisjugendrings: (v. l.) Lisa Herzog, Vize-Vorsitzender Richard Hufnagl, Vorsitzender Robert Schwarzensteiner, Hubert Steiner und Arno Rauscher. 

Versammlung der KJR

Alles, was das Jugendherz begehrt

Nachwuchs in guten Händen: Der Kreisjugendring hat seit Mai wieder eine ganze Reihe an Aktionen für Kinder und Jugendliche organisiert. Sie kamen durchweg gut an. Nur die Verkaufszahlen des Ferienpasses waren rückläufig.

Grainau – Von den Sportlern bis zu den Trachtlern, von den Schützen bis zu den Kirchen und von den Naturschützern bis zu den Anglern – alle Vereine und Clubs, die Jugendabteilungen haben, sind in der Organisation zusammengeschlossen: im Kreisjugendring (KJR). Dieser kümmert sich als Körperschaft des öffentlichen Rechts unabhängig von weltanschaulichen Prägungen in jeder Hinsicht um die jungen Leute, vermittelt ihnen Freizeitangebote und bietet Bildungsangebote. Seine haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter sorgen für Unterhaltung, Spiel und Spaß – mit öffentlichen Geldern vor allem vom Landkreis. 42 Delegierte aus 22 Vereinen aus dem Werdenfelser Land kamen nun bei der Herbstvollversammlung im Grainauer Pfarrheim zusammen, um Wissenswertes über die vergangenen Aktionen zu erfahren.

Obwohl die heimischen Politiker ihr Interesse in ihren Reden zeigten, ging es bei der Versammlung weniger um hehre demokratische Ziele, sondern vorwiegend um trockene Bürokratie. Unter der Regie des Vorsitzenden Robert Schwarzensteiner galt es zunächst, eine neue vom Bayerischen Jugendring für das ganze Land geschaffene Geschäftsordnung zu verabschieden. Des weiteren wurde eine attraktivere Webseite beschlossen.

Die attraktiveren Aktionen des Jugendrings im vergangenen Sommerhalbjahr schilderte dann Vorstandsmitglied Lisa Herzog. Und die hatten es in sich: Das fing schon mal mit dem Jugendfestival „GAP-SOLL“ an, das im Juni im und am Werdenfels-Gymnasium mit außergewöhnlichen zirkusbetonten Attraktionen über einige Bühnen gegangen war: Die Besucher konnten dabei selbst allerlei Künste lernen, die vom „Bubblesoccing“ mit Riesen-Luftballons bis zu anspruchsvollem Skateboarden und Seilartistik reichten.

Auch bei den BMW-Motorraddays Anfang Juli organisierte der KJR das Kinderprogramm, ebenso beim Sommerfest im Kloster Ettal und beim Betriebsfest der Bayerischen Zugspitzbahn, beteiligte sich am Kulturknall in Murnau oder richtete einen Kinderflohmarkt in Garmisch-Partenkirchen aus. Sowohl im Rißbachhaus als auch in der Lichtenbachhütte tummelten sich viele Kinder bei Sommerfreizeiten und in Bad Bayersoien, Oberammergau, Murnau und GaPa waren Street-Soccer-Turniere angesagt.

Interessante Termine am laufenden Band beinhaltete auch heuer der Ferienpass. „Darin wurden den Kindern etwa 170 verschiedene Veranstaltungen, zwei Tagesausflüge und 90 Gutscheine aller Art angeboten, die von allerlei Kursen bis zum Besuch der Polizei-Inspektionen sowie diversen Workshops reichten“, sagte Herzog. „40 ehrenamtliche Betreuer sorgten dafür, dass die Kinder die Sommerferien richtig gut gestalten konnten.“

Der kleine Wermutstropfen: Nur 1629 Exemplare gingen über den Tresen, 70 weniger als vor einem Jahr. Einen Reim konnte sich niemand darauf machen. Trotzdem hält man an dem Pass fest. „Er ein sehr wichtiges Angebot, auf das wir nicht verzichten wollen“, betonte Herzog.

Zu den Höhepunkten zählte auch der „Zirkus Klabauter“ des Kreisjugendrings, der im August in Murnau aufgetreten war. 90 Buben und Mädchen zeigten dabei mannigfaltige Kunststücke. Zudem machte das Spielmobil in zehn Landkreis-Orten Station.

Der Blick in die Zukunft durfte bei der Versammlung nicht fehlen. Zweiter Vorsitzender Richard Hufnagl gab eine Vorschau auf das Programm im nächsten Jahr. Demnach soll 2018 nicht nur der Ferienpass weiter ausgebaut, sondern auch junge Asylsuchende mehr als bisher integriert werden.

Die Finanzsituation

Haushaltsplan 2018: Der Ansatz in Einnahmen und Ausgaben liegt bei 489 990 Euro. Etwa 300 000 Euro davon sind öffentliche Mittel, zum größten Teil des Landkreises. Rund die Hälfte verschlingen die Personalkosten. Allerdings hat der KJR auch eigene Einnahmen in Höhe von etwa 80 000 Euro (Verleih von allerlei Gerät sowie Vermietung der Hütten).

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