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Bei der Segnung des Kreuzes: (v. l.) Diakon i.R. Reinhard Wohletz, Pfarrer Josef Konitzer, Diakon und Kirchenverwaltungsvorstand Andreas Altmiks mit den Ministranten.

Weihe in der Pfarrei Grainau

Neuer Platz für ein altes Feldkreuz

20 Jahre lang war es eingelagert: Nun hat ein Feldkreuz in der Pfarrei Grainau einen neuen Platz gefunden. 

Grainau– „Es soll Schutz, Geborgenheit und die Freude der Erlösung vermitteln“, betonte Pfarrvikar Dr. Francis Pazhoora. Gemeint ist das alte Feldkreuz, das einst in Grainau stand und nun das Pfarrhaus schmückt. Am Kirchweih-Sonntag erhielt es zum Abschluss des Festgottesdiensts von Pfarrer Josef Konitzer im Beisein der Diakone Andreas Altmiks und Reinhard Wohletz den kirchlichen Segen.

„Ein schönes Zeichen“, urteilte Konitzer, der bereits zum Hochamt die Rolle eines Gotteshauses und seiner Nebengebäude ins rechte Licht rückte. Diese sollen nicht bloß „Ruinen oder gar Museen“ sein. Auch Diakon Altmiks hob das Engagement der Initiatoren seitens des Pfarrgemeinderats und der Kirchenverwaltung hervor, die für die Aufstellung und vorherige Renovierung gesorgt hatten. Denn bekanntlich musste jenes der Pfarrei gehörende Feldkreuz vor über 20 Jahren einem Verbindungsweg zum neuen Friedhof weichen und war seitdem eingelagert.

Gerade Kirchenpfleger Johannes Schäffler hat sich bei den Vorarbeiten eingesetzt. Das noch intakte Holz des Längs- und Querbalkens wurde von ihm komplett abgeschliffen und frisch geölt. Auch für die Eisenschienen war er ehrenamtlich zuständig. Außerdem erstellte er zusammen mit dem Hausmeister noch Fundament und Pflasterung. Der Korpus selbst wurde vom Grainauer Holzschnitzer Martin Ostler abgelaugt und neu gefasst. Nun hat das Kreuz zwischen Pfarrhaus und Pfarrheim einen würdigen Platz gefunden und stellt damit eine Verbindung zwischen den beiden kirchlichen Gebäuden her. Sozusagen auch als Geschenk, denn fast auf den Tag vor 20 Jahren wurde das Pfarrheim mit seinem Saal und den Gruppenräumen seiner Bestimmung übergeben. Nur von außen war eigentlich nie zu erkennen, dass es sich bei dem Haus um kirchliche Einrichtungen handelt. Dies ist nunmehr mit der aussagekräftigen Christus-Figur schon optisch anders. Sein persönliches Anliegen formuliert Pazhoora: „Das Kreuz soll nunmehr alle beschützen, die hier ein- und ausgehen, dort arbeiten und wohnen und die Veranstaltungen im Saal besuchen.“

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