Protest vor dem Landtag: Johannes und Katharina Ostler warten mit ihrer Tochter auf das Petitionsergebnis.
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Protest vor dem Landtag: Johannes und Katharina Ostler warten mit ihrer Tochter auf das Petitionsergebnis.

Ehepaar kämpft um Immobilie in seinem Heimatort

Bieterstreit um altes Haus in Grainau: Ostlers scheitern mit Petition

  • Andreas Seiler
    vonAndreas Seiler
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München/Grainau – Rückschlag für Johannes und Katharina Ostler: Im Kampf um ein altes Haus in seinem Heimatort Grainau ist das Ehepaar mit einer Petition an den Bayerischen Landtag gescheitert. Doch ans Aufgeben denken die beiden nicht.

München/Grainau – Es hat alles nichts gebracht: Johannes und Katharina Ostler waren extra mit ihrer kleinen Tochter nach München gefahren, um vor dem Bayerischen Landtag im wahrsten Sinne des Wortes Flagge zu zeigen. Mit selbstgemalten Plakaten, auf denen etwa „Gebt uns ein Zuhause“ stand, wartete die junge Familie vor den Toren des Maximilianeums auf das Ergebnis einer Sitzung des Petitionsausschusses. Wie berichtet, hatten sich die Ostlers an dieses Beschwerdegremium gewandt, um im Rahmen eines Bieterverfahrens des Freistaats doch noch an ein älteres Haus in ihrem Heimatort Grainau zu kommen.

Petition wurde „abgeschmettert“

Doch die Ernüchterung folgte schnell: Nach gerade mal 15 Minuten sei ihr Anliegen „abgeschmettert“ worden, berichtet Johannes Ostler – „ohne Berücksichtigung des Gemeinwohls und der zukünftigen Nutzung“. Es sei lediglich auf die bereits abgeschlossene Vermarktung der Immobilie hingewiesen worden – und darauf, dass diese korrekt abgelaufen sei. „Die Politik orientiert sich hier nur am maximalen Profit und nicht an gesellschaftlichen Werten“, resümiert der Familienvater. Bei seiner Frau klingt es ähnlich: Das Ergebnis sei frustrierend, sagt sie. „Das ist wie ein Schlag ins Gesicht.“ Die beiden wollen dennoch nicht aufgeben und in der Angelegenheit weitere rechtliche Schritte prüfen.

Fall schlägt hohe Wellen

Der Fall schlug Ende des vergangenen Jahres hohe Wellen: Die Ostlers, die derzeit in Garmisch-Partenkirchen leben, warfen eine glatte Million Euro in die Waagschale für ein stark sanierungsbedürftiges, altes Wohnhaus in Grainau, das die Immobilien Freistaat Bayern – der Staatsbetrieb verwaltet die landeseigenen Immobilien – gegen Höchstgebot offerierte. Doch selbst diese stattliche Summe reichte nicht. Die Ostlers wurden überboten. Angeblich ging die Liegenschaft für 1,3 bis 1,5 Millionen Euro weg.

Auch ihr Konzept, das etwa einen Waldkindergarten vorsah, half nichts. Schließlich schickten die Ostlers die besagte Petition an den Landtag – in der Hoffnung, dass die Verhandlungen erneut aufgenommen werden und sie doch noch zum Zuge kommen. Doch auch das half nichts.

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