Kein schöner Anblick: Der Rundweg um den Eibsee mutiert in den Sommermonaten immer wieder einmal zur Müllkippe. 

Zerbrochene Kanus und kaputte Schirme

Eibsee-Rundweg verkommt im Sommer immer mehr zur Müllkippe

Kein schöner Anblick: Am Rundweb um den Eibsee häuft sich in den Sommermonaten der Müll. Und die Gemeinde stößt an ihre Grenzen. 

Der Appell wird d erzeit von vielen Besuchern ignoriert.

Grainau – Unberührte Natur, gute Luft und grandiose Ausblicke. Das ist es, was der Tourist gemeinhin sucht – und meint, am Eibsee auch zu finden. Nicht so zur Zeit. Zumindest der Rundweg um den See scheint den Besucheransturm nicht mehr zu verkraften. Für einen Urlauber, der namentlich nicht genannt werden möchte, wurde der morgendliche Besuch des Eibsees in der vergangenen Woche jedenfalls zu einem echten Aufreger. An diesem Tag fand er nämlich an mehreren Stellen rund um den See Müll, jedoch nicht in den dafür vorgesehenen Behältern – sondern daneben.

Er selbst mutmaßt, dass es sich entweder um Tiere gehandelt haben könnte, die im Abfall gewühlt haben. Oder aber, dass abendliche Besucher ihren Müll einfach nicht ordentlich beseitigt haben. Dritte Möglichkeit wäre, dass die dafür vorgesehenen Tonnen schlichtweg übergequollen sind.

Müll wird zweimal die Woche geleert

Was sagt die Gemeinde Grainau dazu? Immerhin ist sie für den Müll auf dem Weg um den Eibsee zuständig. Über die Gründe kann der zweite Bürgermeister David Schwinghammer (Bürger für Grainau) auch nur spekulieren: „Es kam aber in der Vergangenheit bereits zu ähnlichen Situationen, da Tiere den Müll aus den Tonnen gewühlt haben“, teilt er auf Anfrage des Tagblatts schriftlich mit. Rund um den Eibsee seien etwa 55 Mülltonnen aufgestellt, die auch zweimal die Woche geleert würden. Der Schmutz des stetig wachsenden Ausflugsverkehrs bringe die kleine Kommune jedoch an ihre Grenzen, schreibt Schwinghammer. Die Gemeinde werde weiterhin ihr Bestes geben, um den Eibsee sauber zu halten. Zu den Spitzenzeiten der Sommermonate sei die Lage jedoch kaum noch zu bewältigen.

Es wundert ihn außerdem, was man dort so alles im Müll findet: „Von zerbrochenen Kanus bis hin zu zerrissenen Zeltplanen und defekten Sonnenschirmen. Solchen Müll könnten die Besucher auch zu Hause entsorgen.“ Der zweite Bürgermeister merkt an, dass eine weitere Ursache für die starken Verunreinigungen auch die Verpflegungsbetriebe und die Betreiber der gebührenpflichtigen Parkplätze in der unmittelbaren Gegend sein könnten. Die Betriebe beispielsweise würden einerseits viele Produkte in Wegwerf-Verpackungen verkaufen, im Gegenzug jedoch nur wenige Abfalleimer selbst zur Verfügung stellen.

Selim Kücükkaya

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