Am Ende der Kräfte: Schritt für Schritt bringen die Bergretter den erschöpften Mann aus dem Raum Stuttgart zur Bergstation auf der Zugspitze.
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Am Ende der Kräfte: Schritt für Schritt bringen die Bergretter den erschöpften Mann aus dem Raum Stuttgart zur Bergstation auf der Zugspitze.

Widrige Bedingungen

Mann versteigt sich am Jubiläumsgrat - sein Gesundheitszustand verschlechtert sich zunehmend

Ein Mann aus dem Stuttgarter Raum brauchte bei einer Bergtour Hilfe: Er konnte den Weg am Jubiläumsgrat nicht mehr finden.

Grainau – Zuerst war am Dienstagabend die Alarmierung eingegangen, er könne den Weg am Jubiläumsgrat nicht mehr finden. Kurz nachdem sich die Retter der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen ans Lokalisieren seines Standorts gemacht hatten, kam Entwarnung. Er habe ihn wieder und benötige keine Hilfe mehr, hieß es. Bei der dritten Meldung am Mittwochfrüh gegen 6. 30 Uhr war es scheinbar endgültig vorbei. Erneut rührte sich der Mann aus dem Raum Stuttgart, er brauche Hilfe.

Im Nebel machten sich zwei Bergretter umgehend auf den Weg, vier weitere gingen ihnen mit Material hinterher. Der Verstiegene wurde an der Inneren Höllentalspitze aufgefunden. Zusammen mit ihm machten sich die Helfer zurück auf den Weg zur Zugspitze. Dabei wurden sie von einem Gewitter samt Graupel sowie Neuschnee überrascht und zu einem Biwak unterhalb des Grats gezwungen. Da sich der Zustand des Mannes verschlechterte, wurden weitere Kollegen alarmiert. Sechs zusätzliche Bergretter inklusive Arzt begaben sich gegen 14.30 Uhr auf den Weg zur Zugspitze, um den Kameraden entgegenzugehen. Parallel versuchte der Rettungshubschrauber RK-2 zum Jubiläumsgrat durchzukommen. Aufgrund des dichten Nebels misslang die Aktion.

Glücklicherweise verbesserte sich der Zustand des Mannes dann so sehr, dass er mit Hilfe der Bergretter weiter selbstständig gehen konnte. Um 16 Uhr waren alle wohlauf in der Gipfelstation der Zugspitzbahn angelangt. Der Mann wurde wegen seines extrem schwachen Kreislaufs und möglichen Erfrierungen ins Klinikum Garmisch-Partenkirchen gebracht.  

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