Sonne auf der Zugspitze
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Die Zugspitze.

Ohne passende Kleidung und Ausrüstung

Zugspitze: Jugendliche folgen App - mit fatalen Folgen

  • Katharina Bromberger
    VonKatharina Bromberger
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Zwei 14-Jährige sind am Mittwoch in Richtung Zugspitze aufgebrochen. Sie verließen sich dabei auf eine App. Mit fatalen Folgen.

Grainau - Am frühen Mittwochabend, 17.30 Uhr, waren die Mitglieder der Bergwacht Grainau auf dem Weg zur Zugspitze im Einsatz. Zwei 14-Jährige hatten sich auf die Navigationsfunktion ihres Smartphones verlassen. Sie gab ihnen an: In drei Stunden lässt sich die Tour über das Höllental bewältigen – eine Route, für die auf Portalen und bei Bergführern eine reine Gehzeit von sieben bis acht Stunden veranschlagt wird, viele bewältigen die Tour über zwei Tage.

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Zudem ließ die App die Jugendlichen von Griesen starten – statt von Hammersbach über die Höllentalklamm. Etwas unterhalb des Höllentalferners waren die beiden nach dem enormen Umweg vollkommen erschöpft. Der Bergwacht zufolge fehlte ihnen auch „angepasste Kleidung und Ausrüstung“. Mit dem Notarzthubschrauber RK2 aus Reutte wurden die zwei sicher ins Tal gebracht.

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Kurz danach verirrte sich ein Gilchinger am Waxensteingrat und musste in einem aufwendigen Einsatz gerettet werden. Im Fall eines Erdingers, der am Watzmann in den Tod gestürzt war, gibt es außerdem eine neue Wendung: Der Leichnam konnte nach zwei Wochen endlich geborgen werden.

kat

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