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Ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt: Die Stände der Grainauer Vereine und Organisationen locken am Sonntag zahlreiche Menschen in den Musikpavillon.

Der Erlös fließt an gute Zwecke

Grainauer Christkindlmarkt: Wahrlich nichts Alltägliches

Der Grainauer Christkindlmarkt ist jedes Jahr eine Schau. Das Angebot im Musikpavillon lockte am Sonntag bei perfektem Winterwetter zahlreiche Besucher an . Der Erlös fließt an gute Zwecke.

Grainau – Frau Holle meinte es dieses Jahr gut mit den Grainauern – fast zu gut. Aber pünktlich zur Eröffnung des 38. Christkindlmarktes wurden die Schneeflocken immer dünner. Und als sich das weite Rund des Musikpavillons so richtig füllte, folgte optimales, nicht zu kaltes Winterwetter. Die malerisch verschneite Bergwelt tat ihr Übriges und sorgte für eine Traumkulisse. Natürlich zur Freude vieler Gäste, für die die frische Pulverschneedecke, vermischt mit der heimeligen Atmosphäre des Marktes, ein ganz besonderes Erlebnis waren. Somit entwickelte sich die neuerliche Auflage dieser Traditionsveranstaltung wieder zum großen Erfolg. Allein schon deswegen, weil viele gute Zwecke vom Spendenerlös der Grainauer profitieren.

Nikolaus im Einsatz: Seit Jahrzehnten mimt Kurt Aschenbrenner den Heiligen Mann beim Grainauer Christkindlmarkt.

Wie immer hatten die Besucher die Wahl der Qual – allein schon beim kulinarischem Angebot. So ließen sich viele die Bratwürste schmecken, die Seppi Reiser mit seiner Crew von der Jungen Union auf dem Grill brutzelte, Spezialitäten wie Heublumenkäse oder eine Hirschsalami bot die Frauen-Union, während die Mitglieder des Müttervereins besondere Marmelade im Angebot hatten – Feigen-Apfel etwa oder die „Beschwipste Johannisbeere“. „Gell, was mir als ham“, sagte Trixi Dörfler augenzwinkernd, die mit Sissi Märkl den Stand betrieb. Der Kinder- und Jugendchor des „Pfarrverbandes Zugspitze“ ließ stimmungsvolle Lieder auf der Bühne hören, ehe die Musikkapelle übernahm und mit weihnachtlichen Weisen wie „Tochter Zion“ für eine adventliche Atmosphäre sorgte. Wie immer heiß begehrt waren auch die selbst gestrickten Socken, Mützen und Handschuhe, die’s bei Kathi Diepold, Anna Köberling und Kathi Frankenberger gab.

Offiziell eröffnete um 14 Uhr Bürgermeister Stephan Märkl (CSU) mit „einem großen Lob an alle mitwirkenden Vereine“ den Markt. Dabei betonte er, dass der Erlös ausschließlich sozialen und karitativen Zwecken dient.

Die nicht alltäglichen Dinge sind es, die den Grainauer Markt in den vergangenen Jahren so bekannt gemacht haben. Eine Frau aus Reutte trug ein Christbäumchen vorbei. Keine Fichte, sondern von Freiwilligen der Feuerwehr exklusiv aus Schwemmholz gefertigt. „Das ist einfach mal ganz was anders, das bekommt man bei uns nicht.“

Im Lauf des Nachmittags leerten sich die Loskübel bei der Kolpingfamilie, die Preise waren abgeräumt, die berühmten Topf’n-Nudeln waren verzehrt und die abgeräumten Kuchenplatten wanderten in die Spüle. „Alles hat wie am Schnürchen geklappt“, betonte Chef-Organisator Nikolaus Grasegger erfreut. In ein paar Wochen dürfen sich zahlreiche Vereine, Organisationen, Rettungsdienste und soziale Einrichtungen über Zuwendungen aus dem gut gefüllten Spendentopf freuen.

Klaus Munz

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