„Bei der Lach“ eröffnet Bürgermeister Andreas Hildebrandt (3. v. r.) den Flurnamenweg. Mit dabei waren auch (v. l.) Carolin Scheibel (AFI), Gästeführer Willi Thom, Gemeinderätin und Gästeführerin Barbara Ostler (PWG) sowie Kurdirektorin Petra Vogt. foto: munz

Grainauer Heimatkunde begehbar gemacht

Grainau - Ein neuer Themenweg über historische Flurnamen in Grainau führt vom Kurhaus über den Höhenrain und den Zierwald zum Eibsee. Dazu erschienen ist eine Broschüre.

„Wer Dinge begreifen will, der muss sie zunächst bezeichnen.“ Das Vorwort von Grainaus Bürgermeister Andreas Hildebrandt (CSU) in der Broschüre „Die Landschaft und ihre Namen“ trifft den Inhalt dieses Büchleins genau. Denn darin werden alte Flurnamen vorgestellt und erklärt. Dazu hat Hildebrandt jetzt einen Themenweg vom Kurhaus über den Höhenrain und den Zierwald zum Eibsee eröffnet.

Bei den durchnummerierten 40 Tafeln wird nunmehr Heimatkunde „begehbar“. Grundlage für die neue Attraktion war die Forschungsarbeit des früheren Kreisheimatpflegers Hans Holzner (1886-1958). In seiner Eigenschaft als Grainauer Gemeindesekretär beschäftigte er sich 1938 mit den Flurnamen auch dienstlich. Holzner kam es dabei darauf an, nicht bloß mündlich überlieferte Namen von alten Grainauern zu sammeln, sondern diese auch zu deuten und eine Verbindung mit den Orten herzustellen.

Bei der Umsetzung des Flurnamenwegs und der Broschüre kam der Gemeinde das EU-Projekt „ClimAlpTour“ zu Hilfe. Hierbei werden im Alpenraum regionale Entwicklungsprojekte mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds gefördert. Bei der Entstehung und Aufarbeitung des Materials war auch das Alpenforschungsinstitut (AFI) beteiligt. Peter Schwarz, der ehemalige Vorsitzende des Grainauer Geschichtsvereins Bär und Lilie, steuerte Fotodokumente bei.

Ganz im Sinne von Hans Holzner sind jetzt Bürger und Gäste eingeladen, sich mit der Broschüre auf den Weg zu machen und den Grainauer Kulturnamen auf den Grund zu gehen.

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