Ziel, Menschen helfen: Der Grainauer Merlin Greuel (M.) freut sich über sein Stipendium, gemeinsam mit Rotary-Präsident Peter Huber (l.) und Betreuer Dieter Deutinger. Foto: Habersetzer

Grainauer Merlin Greuel erhält 26 000-Dollar-Stipendium vom Rotary Club

Garmisch-Partenkirchen - Ein Abitur mit der Note 1,1, ein Studium an der Stanford-Universität und ein Tagblatt-Artikel - so ist Merlin Greuel vor drei Jahren in Kontakt mit dem heimischen Rotary-Club gekommen.

Jetzt kann sich der Grainauer über ein Stipendium der Foundation von Rotary International von bis zu 26 000 US-Dollar freuen - als Botschafter des guten Willens. Diese freudige Botschaft überbrachten ihm der Garmisch-Partenkirchner Präsident Peter Huber und sein Rotary-Betreuer Dieter Deutinger.

Greuel war von sieben Bewerbern aus dem Distrikt 1840 ausgewählt worden. „ Er ist ein hoffnungsvoller junger Mann mit Wurzeln und Flügeln, der den Weltbürger verkörpert“, sagt Deutinger. Nach dem Abschluss seines Psychologiestudiums in Spanien wird der 22-Jährige ein Medizinstudium aufnehmen. Dabei verpflichtet er sich weiterhin international soziale Dienste zu leisten.

Das ist nichts Neues für den Studenten. In der rund 10 000 Studenten zählenden Universitätsstadt Stanford war der Grainauer in der „Casa Zapata“ untergebracht und verliebte sich dort in die lateinamerikanische Kultur. Sie zieht sich seither wie ein roter Faden durch sein Leben. So leistete Greuel auf dem südamerikanischen Kontinent schon mehrfach soziale Dienste und studierte ein Trimester in Santiago de Chile.

In einer bolivianischen Andenstadt beteiligte er sich an einem Schülerprogramm zur Verbesserung des Müllproblems. Als Freiwilliger war er in mexikanischen Krankenhäusern und Gesundheitszentren tätig. In Kolumbien war seine Hilfe als Englischlehrer ebenso gefragt, wie der Einsatz bei der Aktion „Fußball mit Herz“. „Der starke Kontrast zwischen Stanford und der extremen Armut in Lateinamerika haben mich bewogen, zu helfen“, sagt Greuel. „Dies wird auch eine meiner Hauptaufgaben als Botschafter des guten Willens sein: Von Spanien aus in Südamerika zu helfen und Kontakte herzustellen“, sagt der junge Mann. „Mein Ziel ist es den Menschen möglichst international zu helfen.“ Den Impuls dazu bekam er während eines Praktikums im Klinikum Garmisch-Partenkirchen. (ha)

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