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Traumhafte Kulisse: Garmisch-Partenkirchen präsentierte sich als perfekter Wintersport-Ort.

"Ein richtiges Happy End"

Grandiose Kulisse beim Neujahrsspringen

Garmisch-Partenkirchen - Bilderbuch-Wetter, ein ausverkauftes Haus und die Stimmung - einfach sensationell. Beim Neujahrsspringen hat alles gepasst.

Als die Trommelklänge vom Safri-Duo durch das sonnengeflutete Skistadion dröhnen, immer mehr deutsche Fahnen geschwenkt werden und ein tiefes „Ziiiiiieeeh“ aus tausenden Kehlen zu hören ist, da leuchten die Augen von Michael Maurer. Dieser Anblick, die Bombenstimmung bei der Vierschanzentournee, „das entschädigt einen“. Vorbei sind die harten Wochen und die arbeitsreichen Tage, die der Chef zusammen mit seinem Skiclub Partenkirchen (SCP) hat durchstehen müssen. Die Belohnung fällt mit einem der schönsten Neujahrsspringen der vergangenen Jahre umso größer aus.

+++ Aktuelles zum Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen: Das Event findet statt - dank Schneekanonen und Lastern.

„Das ist ein richtiges Happy End“, sagt Maurer mit Blick auf die Leidensgeschichte im Vorfeld der Traditionsveranstaltung. „Das Drehbuch dafür hätte man sich gar nicht ausdenken können.“ Zuerst war es viel zu warm, und es gab überhaupt keinen Schnee, nicht mal künstlichen. Dann der Wintereinbruch an den Weihnachtsfeiertagen - der Schneemassen gebracht hat. „Da hatten wir fast zu viel.“ Maurer weiß, dass das Neujahrsspringen ohne den großen Einsatz der vielen hundert freiwilligen Helfer - allein an die 200 vom SCP - nicht möglich gewesen wäre. Hinzu kam der fatale Unfall, bei dem einer der Technik-Lkw von einem Zug erfasst worden war. Durch die gesperrte Zufahrt wurde die Organisation des Aufbaus in den vergangenen Tagen erschwert. Und dann hat sich Maurers Ehefrau Monika im Skistadion auch noch verletzt. „Das alles war schon eine mentale Belastung“, räumt der SCP-Vorsitzende ein. Als Dank will er sich für alle, die das Neujahrsspringen möglich gemacht haben, „noch etwas ausdenken“.

Petrus hat es mit Garmisch-Partenkirchen schon mal gut gemeint. Bei der Qualifikation am Silvestertag herrschte noch nebeliges Grau. An Neujahr dann strahlender Sonnenschein, blauer Himmel und ein wunderbares Bergpanorama als Kulisse. „Das ist ja fast schon kitschig“, sagte Wolfi Hostmann beim Blick auf die Fernsehbilder. Das Urgestein sorgte am Mikrofon wieder für kantige Sprüche. An seiner Seite: eine ganze Schar von einheimischen Stimmungsmachern, darunter zum Beispiel Rupert Furtner von der beliebten Band Dreisam. „Das Team ist top“, meint Hostmann, dem es an Neujahr bei den vielen, gutgelaunten Zuschauern - teils in verrückten Kostümen - einfach nur Spaß gemacht hat. Mit 20 000 Besuchern war das Stadion restlos ausverkauft. Einer der Wintersportfans war Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Er kam angesichts der gelungenen Veranstaltung regelrecht ins Schwärmen. Vom „herrlichen Schnee“, der „riesigen Kulisse“, der „großartigen Region“ und dem „gastfreundlichen Werdenfelser Land“ sprach er. Kurzum: Alles sei beim Neujahrsspringen perfekt. „So grandios wie heute habe ich es noch nie erlebt.“

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