Grenzenlose Vorfreude: Thomas Köthe (M., künstlerischer Leiter), Konstantin Zeitler (r., Kulturverein) und die Sponsoren Adriana Merchetti (l., Alpenhof Murnau), (h. v. l.) Guntram Gattner (Buchhandlung Gattner), Antonio Alongi (La Strada) und Bürgermeister Michael Rapp. Foto: herpen

„Grenzenlos“ vereint Palästina und Israel: Musikfestival vom 14. bis 16. Oktober

Murnau - Kaum eine Kulturveranstaltung Murnaus hat eine so lange Tradition wie das „grenzenlos-Weltmusikfestival“. Das Thema vom 14. bis 16. Oktober im Kultur- und Tagungszentrum : "Roots".

Damit sind nach den Worten des künstlerischen Leiters Thomas Köthe Wurzeln, Herkunft und Verankerung gemeint sind. „Die individuelle Erdung sehen wir persönlich und musikalisch“, erklärte dieser gestern bei einem Pressegespräch. Gut sei die Resonanz, die weit über die regionalen Grenzen hinausreiche: „Wir haben schon jetzt Platzreservierungen aus ganz Deutschland."

Mit dem aus Palästina stammenden Trio Joubran (14. Oktober, 20 Uhr), dem Brasilianer Guinga (15. Oktober, 20 Uhr) und der in Brasilien lebenden Formation „Sergio & Odair Assad Family“ (16. Oktober, 20 Uhr) beweist das Festival bei seiner zwölften Ausgabe erneut Weltklasseformat.

Perfekt zum Motto passt die Sergio & Odair Assad Family. Denn die seit Jahrzehnten als bestes Gitarrenduo der Welt gehandelte Formation präsentieren in Murnau ihr Programm „Back To Our Roots“. Diese liegen im Falle der Assad-Familie im Libanon. „Mit dem neuen Programm macht sich das fünfköpfige Ensemble auf, ihre arabischen Wurzeln frei zu legen“, sagt Köthe. „Das Ergebnis ist ein faszinierender Mix aus brasilianischem Temperament und arabischer Mystik - dargeboten auf musikalisch höchstem Niveau.“

Wie die Assad-Familie stammt das Trio Jourban aus dem arabischen Kulturraum, aus Palästina. „Die von den drei Brüdern gespielten jazzigen Kompositionen sind mitreißend und tiefgründig zugleich.“ Unterstützt wird das Trio von dem Percussionisten Joussef Hbeisch aus Israel - „ein buchstäblich grenzenloses Ensemble“.

Für populäre brasilianische Klänge sorgt der Komponist, Sänger und Gitarrist Guinga aus Rio de Janeiro. „Er gilt als Star der ‚Musica Popular Brasileira’. Seine Kompositionen gehören seit 30 Jahren zum festen Repertoire der brasilianischen Musik. Seine komplexen Harmonien und Rhythmen spiegeln zudem das moderne Brasilien wieder.“

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