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Entscheidung einstimmig gefallen: Deutsche-Bank-Manager soll Vorstandschef bei der Commerzbank werden

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Magdalena Lücking stößt mit ihren Ideen auf Zuspruch im Rathaus. foto: kunz

Grieser Geige erst der Anfang

Mittenwald - Mit ihrer Verschönerungsoffensive hat Magdalena Lücking aufhorchen lassen. Ihre Ideen sind im Tourismus-Ausschuss zur Diskussion gestanden - und teils positiv bewertet worden.

Mehr Blumen, mehr Bäume, mehr Holzskulpturen - mit ein paar einfachen Kunstgriffen könnte der Fremdenverkehrsort Mittenwald noch schöner werden. Das zumindest glaubt Magdalena Lücking. Ihre vor fünf Wochen veröffentlichten Ideen beschäftigten nun auch den Mittenwalder Tourismus-Ausschuss. Dieser kann sich sehr wohl mit einigen dieser Vorschläge anfreunden.

Das Gremium votierte einstimmig dafür, über die Aufstellung von Instrumenten-Skulpturen mit Experten zu beraten. Mit dieser Vision ist vor einiger Zeit auch schon Rainer W. Leonhardt im Rathaus vorstellig geworden: „Die Geige im Gries ist ein guter Anfang für Mittenwald und den über 300 Jahre alten Geigenbau“, sinnierte damals der Instrumentenbaumeister.

Deshalb schlug Tourismus-Direktor Klaus Ronge in der Ausschuss-Sitzung vor, Lückings und Leonhardts Anregungen mit Vertretern der Geigenbauschule, des Geigenbaumuseums, Instrumentenbauern, des Bauamts und Tourismusausschusses zu diskutieren. „Nach einem positiven Ergebnis soll dann über weitere Schritte beraten werden.“ Dies befürworteten die Mitglieder des Tourismus-Ausschusses einstimmig.

Die weiteren vier Ideen von Lücking zur Ortsverschönerung indes wertete Bürgermeister Adolf Hornsteiner (CSU) als gut gemeinte, aber schwer realisierbare Vorschläge. Dem Ansinnen etwa, vor jedem Geschäft immergrüne Bäumchen aufzustellen, widersprach Ronge. „Der Bestand bei uns ist ausreichend, und alles Weitere würde zur Zerstörung des historischen Ortskerns führen.“

Auch Lückings kühne Idee, den Unterricht der Geigenbauschule kurzerhand ins Freie zu verlegen, stieß auf wenig Gegenliebe. „Das dürfte nicht im Sinne der Schule sein.“ Außerdem, so Ronge weiter, „musizieren die Geigenbauschüler doch schon jetzt sporadisch in der Fußgängerzone“. Auch der Gedanke, Heilwasser auszuschenken, wurde verworfen. „Dazu müsste Mittenwald als Mineralheilbad anerkannt werden“, betonte Ronge. Voraussetzung hierfür sei wiederum, dass das Mittenwalder Wasser „nach medizinisch fundierter Erfahrung bei bestimmten Erkrankungen eine Heilwirkung“ habe. „Daneben ist für eine staatliche Anerkennung ein medizinisches Gutachten nötig.“

Auch die Forderung von Lücking nach „Blumen, Blumen überall“ wurde verneint. „Der Blumenschmuck der Gemeindegärtnerei und der Bevölkerung ist vorbildlich“, hob Ronge hervor. „Schließlich soll ja auch ein Betrachten der Schönheiten und Besonderheiten unseres Ortes möglich sein.“ Allerdings könne ganz im Sinne der Antragstellerin im Zuge der Straßensanierung „bei entsprechenden finanziellen Möglichkeiten Abschnitt für Abschnitt umgestaltet werden“. Das trifft bereits auf die Ortseingänge zu. Eine intensivere Bepflanzung erscheint dem Gremium nicht zuletzt wegen des hohen Pflegeaufwands nicht praktikabel.

Magdalena Lücking zeigt sich dennoch zufrieden. Mehr noch: „Ich bin überwältigt, dass das Versprechen unseres Bürgermeisters stimmt, sich aller Bürgervorschläge anzunehmen. Auch wenn nicht alles realisierbar ist, hat es mich gefreut, dass nach dem Artikel im Tagblatt so viele positive Rückmeldungen kamen und sogar Gratulanten mit Geschenken mein Ansinnen unterstützt haben.“

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