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Große Investition zur Freude der Kleinsten

Mehr Platz zum Spielen: Neue Räume für den Kindergarten Oberau

Oberau - 99 Mädchen und Buben besuchen aktuell den Kindergarten Oberau. Dafür stand allerdings ein größerer Umbau an, um eine vierte Gruppe zu integrieren und einen neuen Mehrzweckbereich zu schaffen. 120 000 Euro hat die Gemeinde dafür investiert.

Eine Schaukel, die kann sich Ilona Gumprecht noch für ihr zusätzliches Reich unterm Dach vorstellen. „Damit sich die Kinder auch bei schlechtem Wetter austoben können.“ Das war im Oberauer Kindergarten in der Vergangenheit bereits möglich. Durch den Umbau einer frei gewordenen Wohnung im ersten Stock bekommen die Leiterin der Einrichtung und ihre Kollegen aber noch mehr Spielraum. 100 zusätzliche Quadratmeter zum Turnen, Schlafen und für Team-Besprechungen, denen gerade der letzte Schliff verliehen wird, stehen ab diesem Herbst zur Verfügung. Gestrichen wird schon, der Boden ist bestellt und muss noch verlegt werden. Und die Ausstattung ist großteils vorhanden – abgesehen von besagter Schaukel. 120 000 Euro hat die Gemeinde dafür und für die Umgestaltung des alten Turnbereichs im Erdgeschoss in einen vierten Gruppenraum in die Hand genommen. „Das ist wirklich gut angelegtes Geld“, unterstreicht Bürgermeister Peter Imminger (CSU).

Der Nachwuchs seines Dorfs liegt ihm eben am Herzen. Das weiß auch Gumprecht und ist ausgesprochen dankbar, dass sie bei Bürgermeister und Gemeinderat stets auf offene Ohren für ihre Anliegen stößt. Die Sorge, dass sie nicht alle Mädchen und Buben unterbringen könnte, trieb sie gewaltig um. „Toll, dass die Gemeinde gleich Nägel mit Köpfen gemacht hat.“ Und die Wohnung, die nach dem Tod der Mieterin zur Verfügung stand, sofort umgebaut hat. 99 Mädchen und Buben besuchen aktuell die Einrichtung, 16 davon die zwei Krippengruppen, 83 den Kindergarten – aufgeteilt in vier Gruppen. Zu Gumprechts Freude „können wir alle, die angemeldet wurden, aufnehmen, und haben keine Warteliste“. Das gilt auch für die drei Kinder mit Handicap und die acht Flüchtlingskinder, die seit 1. September die Einrichtung an der Unterfeldstraße besuchen. Nachdem ein Kindergarten im Gegensatz zur Schule nur drei und nicht sechs Wochen im Sommer geschlossen ist, sind noch nicht alle Umbauten abgeschlossen.

Auch im Bereich für die vierte Gruppe wird noch gearbeitet, die Küchenzeile wurde am Freitag angebracht, die Möbel stehen schon bereit. Noch liegen die Matratzen und die Schlafsäcke mit den bunten Astronauten hier, in denen ein Teil der Kinder seinen Mittagsschlaf hält. Die kommen, sobald in der früheren Wohnung alles fertig ist, in den ersten Stock. „Unter einer der Dachschrägen richten wird dann einen Kuschelbereich ein“, kündigt Gumprecht an. Platz für ein Nickerchen oder ein Rückzugsraum für die Kleinen, die eine Pause brauchen. Sollten Therapien erforderlich sein, so werden auch diese auf den zusätzlichen 100 Quadratmetern angeboten. „Wir können diesen Raum ganz multifunktional nutzen“, sagt Gumprecht. Ideen, was in dem hellen, offenen Zimmer mit den Holzbalken möglich ist, hat sie jede Menge. Eine Schaukel ist nur eine davon.

Tanja Brinkmann

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