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Grenzüberschreitende Rettung: Die Bergwacht-Bereitschaften aus Mittenwald, Krün und Seefeld nach ihrem Einsatz ab der Porta Claudia.

Einsatz musste in der Nacht abgebrochen werden

Große Suchaktion nach verwirrtem Bergsteiger

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Mittenwald/Scharnitz - Das war eine langwierige Angelegenheit: Ein Mann hatte sich im Bereich der Arnspitze verirrt. Allerdings wusste er das selbst nicht und konnte den Einsatzkräften keinen Standort angeben.  

Ein Großaufgebot an Einsatzkräften rückte die vergangenen zwei Tage zu einer Rettungs-Mission aus. Sie mussten einen Bergsteiger finden, der sich verstiegen hatte.

Der Mann setzte am Dienstagabend einen Notruf ab, bei dem er auch mitteilte, leicht verletzt zu sein. Seinen Standort jedoch konnte er nicht angeben, nur, dass er sich wahrscheinlich im Bereich Scharnitz befindet. Die österreichische Bergrettung, inklusive Hubschrauber, begann daraufhin mit der Suche nach dem Vermissten. Vergebens. Trotz mehrmaligen Telefonkontakts musste man den Einsatz spät in der Nacht abbrechen.

Gleich in den Morgenstunden wurde dieser fortgesetzt und auf deutsches Gebiet ausgeweitet – mit Unterstützung der Bergwacht Mittenwald und Krün, der Alpinpolizei sowie einem Polizeihubschrauber. Zwar war der Aufenthaltsort des Verirrten nach wie vor noch nicht geklärt, allerdings ergab eine Handyortung in der Nacht, dass er an einem Masten in Mittenwald eingeloggt war. Die Erlösung kam laut Angaben der dortigen Polizei gegen 10.30 Uhr. Die Scharnitzer Bergretter fanden den Mann im Bereich der Arnspitze auf rund 1750 Höhenmetern.

Bei leichten Verletzungen, wie dieser bei seiner Alarmierung angegeben hatte, ist es aber in der Zwischenzeit nicht geblieben. Er reagierte nicht auf Rufe, zu schlecht war sein körperlicher Zustand. „Er war stark unterkühlt und hatte am ganzen Körper Abschürfungen“, berichtet Mittenwalds Polizeihauptkommissar Thomas Rappensberger. „Man kann davon ausgehen, dass er mehrmals abgestürzt ist.“ Außerdem sei er stark verwirrt gewesen und wollte nach seiner Rettung nicht einmal seinen Namen nennen. Wie die österreichischen Beamten mitteilten, hatte er bereits in der Nacht die Rettungskräfte gesehen, reagiere aber aus Prinzip nicht aufs Ansprechen.

Seine Personalien stehen bisher nicht fest. Der verwirrte und verirrte Bergsteiger wurde zur Behandlung mit dem österreichischen Hubschrauber ins Klinikum nach Innsbruck geflogen.

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