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Fasching im Nordlandkreis

Fantasievoller Umzug in Uffing

Uffing - Großer Umzug mit 18 Wagen und 10 Laufgruppen: Witzige Einfälle, bunte Umsetzung und kleine Sticheleien.

Buntes Treiben herrschte am Faschingsdienstag im Uffinger Ortskern, wo etwa 800 Maschkera einen fantasievollen Gaudiwurm gebildet haben. Neben rein humorvollen Darbietungen wurden lokale Themen aus Politik und Wirtschaft mit viel Liebe zum Detail kritisch beleuchtet. Den Auftakt machten zwei bayerische Löwen auf einem von Verkehrszeichen bedeckten Traktor – eine Anspielung auf die innerörtliche Tempo-30-Regelung. Passend hierzu spielte im „Schilderwald“ eine Blasmusikgruppe, die hinter den aufgetürmten Bäumen kaum zu erkennen war. Dahinter marschierte ein Trauerzug mit einem „Brezngrab“, das dem aussterbenden traditionellen Backhandwerk im Dorf gewidmet war. Unter dem Motto: „Uffing sucht den Superbäck“ gab es zu jenem Thema eine weitere Formation, auf dessen Gefährt der Schriftzug: „In der Not isst man die Wurst auch ohne Brot“ prangte. Auch die Kleinsten wirkten an dem Zug mit und ließen sich beispielsweise in ein Gerüst einsperren, das auf die langgezogene Sanierung der Grundschule anspielte. Eine Riesengaudi hatten die rund 1500 Zuschauer, als der „Schichtl“ an ihnen vorbei fuhr und Passanten aufforderte, sich an der Guillotine von einem Henker köpfen zu lassen. „Ohne Kopf lässt sich das Bier ganz praktisch von oben reinkippen“, hieß es über Mikro, als sich ein Freiwilliger meldete. Eine kunterbunte Sensation folgte der nächsten: Anmutig ließen zehn oberbayerische Geishas einen chinesischen Drachen tanzen, der den staunenden Kindern sein riesiges Maul entgegen streckte. Darauf folgten einige freizügige Damen mit einem rollenden Bett – auf der Suche nach einem „Bett-schee-leer“-Kandidaten. Wer nicht achtgab, wurde von den stürmischen Frauen auf das Bett gezogen und wild im Kreis gedreht. Zwischendurch wuselten Hühner, die Krapfen aus Körben verteilten, übermütige Gorillas ließen sich von einem Traktor hinterherschleifen, und halbnackte Burschen tanzten ausgelassen zur „Klima-Katerstrophe“. Insgesamt waren 18 Wagen und zehn Fußgruppen vertreten, die überwiegend von örtlichen Vereinen gebildet wurden. Alois Kölbl, Vorsitzender des Uffinger Trachtenvereins „D’Sunnastoana“, der das Spektakel koordiniert hatte, war mit der Resonanz zufrieden: „Es ist alles wunderbar gelaufen, und das ist dem guten Zusammenhalt der Dorfbewohner sowie der Unterstützung durch die Gemeinde zu verdanken“, gab er an. Abschließend feierten alle gemeinsam im Gasthof zur Post.

Constanze Wilz

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