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Guter Dinge: (v. l.) Braumeister Franz Schubert, Bezirkstagspräsident Josef Mederer und Museumsleiterin Dr. Monika Kania-Schütz bei der Inbetriebnahme der Schaubrauerei.

Schaubrauerei im Freilichtmuseum Glentleiten startet

Der Josefibock ist angesetzt

Es war ein historischer Moment: Im neuen Eingangsgebäude des Freilichtmuseums Glentleiten wurde am Donnerstag die Schaubrauerei in Betrieb genommen. Der Josefibock soll zum Saisonstart am 19. März fertig sein.

Großweil – Bezirkstagspräsident Josef Mederer (CSU) macht sich am Donnerstag nützlich. Zusammen mit Braumeister Franz Schubert legt er im neuen Eingangsgebäude des Freilichtmuseums Glentleiten Hand beim Einmaischen an.

„Das ist körperliche Arbeit, meine Herrschaften“, lässt Mederer wissen. Und er macht einen interessanten Vergleich: „Das ist, wie wenn man daheim einen Pudding anrührt. Das darf keine Klumpen geben.“ Mederer muss es wissen. Schließlich ist er gelernter Brauer und Mälzer. Diese Erfahrung kann er an diesem Tag bei einem quasi historischen Moment einbringen. Das erste Glentleitner Bier entsteht, der erste Sud wird angesetzt. Der Gerstensaft– es wird ein Josefibock mit 6,9 Prozent Alkohol und 16,8 Prozent Stammwürze – wird am 19. März zum traditionellen Saisonstart fertig sein.

Die Brauerfamilie Schubert vom Karg in Murnau plant, drei untergärige Sorten herzustellen. Die Namen stehen schon fest: Schafreiter Bock, Herzogstand Hell und Jochberg Dunkel. „Man kann eigentlich von Craft-Bier reden“, betont Museumsleiterin Dr. Monika Kania-Schütz.

Zehn Hektoliter werden pro Woche gebraut. Die Besucher können dabei zusehen. Ist der Bio-Gerstensaft fertig, wird er zum Abfüllen nach Murnau transportiert. „Wir können es da auch schön etikettieren“, sagt Schubert. Das Bier wird es nicht nur im Museum geben, wo die Brauerei Karg die Gastronomie samt Schaubrauerei übernimmt. Schubert will es zudem über seine Geschäftspartner unter die Leute bringen.

Die Glentleiten möchte das Thema Bier weiter verfolgen. So ist geplant, in der Nähe des Eingangsgebäudes ein historisches Hopfenbauernhaus aufzubauen. Denn die Einrichtung des Bezirks Oberbayern hat die Aufgabe, das Wohnen, Wirtschaften und Arbeiten im ländlichen Oberbayern zu dokumentieren, zu erforschen und an die Besucher zu vermitteln. Dazu gehört auch die Hallertau. Sie ist das größte Hopfenbauanbaugebiet der Welt. 

Die neue Gastronomie wird übrigens den Namen Glentleitner Wirtschaft & Brauerei tragen. Im Gastraum stehen Maischepfanne und Leuterbottich. Gärbehälter und Lagertanks können die Besucher künftig im Stockwerk darunter bestaunen.

Roland Lory

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