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In der Schaubrauerei: die Landtagsabgeordneten Martin Bachhuber (l.) und Harald Kühn (r.), Regierungspräsidentin Maria Els (ab 2.v.l.) Bezirkstagspräsident Josef Mederer, Ministerin Ilse Aigner  und Museumsdirektorin Dr. Monika Kania-Schütz.  

Freilichtmuseum an der Glentleiten: Einweihung des Eingangsgebäudes

Ein „wunderbarer Tag“ für die Glentleiten

Viel Geld, Arbeit und Herzblut steckt in dem neuen Eingangsgebäude des Freilichtmuseum Glentleiten. Am Freitagabend ist der moderne Bau eingeweiht worden.

Großweil – 40 Jahre lang betraten die Besucher das Freilichtmuseum Glentleiten an der Thurlmühle. Der Tunnel ins freie Gelände ist allseits bekannt. Doch wichtige Funktionen eines modernen Eingangsgebäudes konnte die Thurlmühle irgendwann nicht mehr erfüllen. Ganz zu schweigen von den wachsenden Ansprüchen der Besucher, die schon vieles andere gesehen hatten und mit gewissen Erwartungen nach Großweil kamen. Auch an der Museumsgaststätte Starkerer Stadel nagte der Zahn der Zeit.

So kam es, dass die Verantwortlichen entschieden, einen Neubau hinzustellen, der mehrere Funktionen erfüllen sollte. Vom Grundsatzbeschluss des Bezirkstags im Jahr 2012 dauerte es dann rund vier Jahre bis zum Spatenstich am 7. Oktober 2016. In Betrieb ist das neue Eingangsgebäude bereits seit März 2018, eingeweiht wurde es am Freitagabend.

Wuchtig: Das neue Eingangsgebäude der Glentleiten, das Empfang und Kasse, Museumsladen, Sonderausstellungsraum, Gastronomie mit Schaubrauerei, Medienlounge und Veranstaltungsraum unter einem Dach vereint, hat mit rund 13,5 Millionen Euro zu Buche geschlagen. 

„Das ist ein wunderbarer Tag für die Glentleiten“, betonte Direktorin Dr. Monika Kania-Schütz. Auch ministerieller Glanz fehlte nicht. Ilse Aigner (CSU), Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie und stellvertretende Ministerpräsidentin, schaute vorbei. Der Neubau sei ein „mutiger, aber wichtiger Schritt“ gewesen. Die Glentleiten sei das „Gedächtnis Oberbayerns“. In einer zunehmend globalisierten Welt würden „diese Wurzeln dringend gebraucht“. Auch der Freistaat Bayern öffnete seinen Säckel und förderte das Gebäude, das dem Bezirk Oberbayern gehört, mit Mitteln in Höhe von einer Million Euro. Insgesamt schlägt die Immobilie, das Empfang und Kasse, Museumsladen, Sonderausstellungsraum, Gastronomie mit Schaubrauerei, Medienlounge undVeranstaltungsraum unter einem Dach vereint, mit rund 13,5 Millionen Euro zu Buche. „Man ahnt nicht, wenn man draußen steht, was sich da alles verbirgt“, sagte Leiterin Kania-Schütz.

Bezirkstagspräsident Josef Mederer (CSU) wehrte sich einmal mehr gegen die Kritik des Bunds der Steuerzahler. „Wir können rechnen und nehmen die Finanzverantwortung ernst.“ Die Organisation hatte den Neubau just am Vortag des Spatenstichs als besonders drastisches Beispiel einer Steuergeldverschwendung angeprangert. Darüber hinaus betonte Mederer, dass es dem größten süddeutschen Freilichtmuseum zustehe, ein vernünftiges Eingangsgebäude zu schaffen. Fast 40 Bezirksräte waren zum Festakt erschienen, dazu Landtagsabgeordnete und Kommunalpolitiker, Mitglieder des Glentleiten-Freundeskreises, Vertreter anderer Freilichtmuseen sowie Architekt Professor Florian Nagler. Dieser verriet, warum er sich für das Projekt beworben hatte: „Weil es so ein wunderbarer Ort ist. Das Umfeld ist grandios.“ Für sein Architekturbüro sei es das Wichtigste, „dass wir innerhalb unseres Budgets gebaut haben“. Mederer sprach von einer „architektonischen Meisterleistung“. Der Bezirk hatte einen europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb organisiert, an dem sich fast 300 Architekturbüros beteiligten. „Die lange Planungsphase hat dem Projekt gut getan“, resümierte Kania-Schütz.

Für den kirchlichen Segen sorgten die Geistlichen Elke Binder und Christian Hermann. Nach dem Festakt, den der Zithervirtuose Christoph Schwarzer musikalisch umrahmte, wurden noch Führungen durch das Gebäude angeboten.

Roland Lory 

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