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Viele Funktionen: Der Neubau wird Empfang, Kasse, Sonderausstellungsfläche, Museumsladen, Schaubrauerei und Gastronomie beherbergen.

Großprojekt im Zeitplan

Glentleiten: Der Countdown zur Eröffnung des Neubaus läuft

Hoch über Großweil sind fleißig die Handwerker zugange. Das neue Eingangsgebäude des Freilichtmuseums Glentleiten soll schließlich zum Saisonstart am 19. März seine Pforten öffnen. Die Kosten halten sich nach aktuellem Stand im Rahmen.

Großweil – Wer von Großweil den Berg zur Kreut-Alm hinauffährt, kommt derzeit an zwei großen Neubauten vorbei. Zum einen wird rechts von der Straße ein Aussiedlerhof errichtet, zum anderen entsteht auf dem Geländes des Freilichtmuseums Glentleiten dessen neues Eingangsgebäude.

Dort wird gebohrt, gesägt und gehämmert. Schließlich soll der Komplex zum Saisonstart am 19. März eröffnet werden. „Das heißt, sowohl Empfang, Kasse, Sonderausstellungsfläche und Museumsladen starten den Betrieb wie auch die Gastronomie im Stockwerk darüber“, teilt Museumssprecherin Dr. Melanie Bauer mit.

Derzeit läuft der Innenausbau mit Elektroarbeiten, Wandbekleidungen werden angebracht, bis zur Inbetriebnahme wird noch das Mobiliar montiert beziehungsweise aufgestellt. Die Küche ist komplett fertig, die Brauerei auch. Der erste Sud für den Josefibock wurde bereits angesetzt.

Zu tun gibt es vor allem noch im Hinblick auf die Außenanlagen, wobei dies naturgemäß witterungsabhängig ist. Der Zugang zum Museumsgelände wird vom neuen Eingangsgebäude aus jedoch ab 19. März bereits möglich sein.

Bezüglich der Kosten ist der Bezirk Oberbayern als Museumsträger momentan im grünen Bereich. Veranschlagt waren 13,5 Millionen Euro. „Nach derzeitigem Stand sind die Kosten im vorgesehenen Rahmen“, sagt Bauer. „Die Endabrechnung ist bisher nicht erfolgt, da der Bau ja noch läuft.“ Deshalb stehe die genannte Zahl unter Vorbehalt.

Rückblende: Kurz vor dem Spatenstich im Oktober 2016 hatte es Ärger gegeben. Denn der Bund der Steuerzahler nahm das Bauprojekt in sein Schwarzbuch auf. Das Vorhaben drohe mit rund 13,5 Millionen Euro deutlich teurer zu werden als die ursprünglich geplanten 7,5 Millionen Euro, hieß es.

Der Bezirk Oberbayern wies den Vorwurf als ungerechtfertigt zurück. Bei den besagten 7,5 Millionen Euro habe es sich lediglich um eine „Orientierungsgröße“ im Zuge des Architektenwettbewerbs gehandelt, erklärte Bezirkstagspräsident Josef Mederer (CSU) beim Spatenstich. Viele Kosten seien da noch gar nicht berücksichtigt gewesen.

Ein Neubau dieser Größenordnung will ordentlich eingeweiht werden. Der offizielle Festakt findet für geladene Gäste im Sommer statt. Die Feier ist für Freitag, 13. Juli (16 Uhr), terminiert. Tags drauf gibt es für die Öffentlichkeit ein Brauereifest mit Bierbrauen, Vorführung des Schäffler-Handwerks, kulinarischen Köstlichkeiten vom Grill und aus dem Fass und Musik.

Klar ist, dass die Verantwortlichen für das bisherige Eingangsgebäude (Thürlmühle) eine sinnvolle Verwendung finden müssen. Das Museum favorisiert nach wie vor folgende Lösung: nämlich die frei werdenden Flächen als begehbares Depot für Museumsbesucher zu nutzen, um die umfangreiche Sachgutsammlung der Glentleiten, die einzigartige Zeugnisse zur Alltagsgeschichte Oberbayerns birgt, weiterhin adäquat unterzubringen und der Öffentlichkeit – auch außerhalb von Sonderausstellungen – präsentieren zu können. 

„Allerdings braucht es für die Umsetzung erst noch einen Beschluss des Bezirkstags“, erklärt Sprecherin Bauer. „Zunächst konzentrieren wir uns aber auf die Fertigstellung des neuen Eingangsgebäudes.“

Roland Lory

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