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Siebenfaches Elternglück genießen Annemarie Erhardt und ihr Mann Franz, hier mit Sohn Leonhard auf dem Arm. Auch die Geschwister Elisabeth, Katharina (h. v. l.) und Johanna, Anton, Franz jun. und Theresa (v. v. l.) freuen sich – ebenso wie Bürgermeister Manfred Sporer. 

Glückwünsche vom Bundespräsidenten

Großweiler Familie im Kinderglück

  • vonRafael Sala
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Aller guten Dinge sind nicht drei – sondern sieben. Genau so viele Kinder hat die 35-jährige Annemarie Erhardt aus Großweil zur Welt gebracht. Glückwünsche dazu kamen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Großweil – Für viele Eltern ist es schon eine Herkulesaufgabe, einen einzigen Nachwuchs großzuziehen – nicht selten bringen sie die damit verbundene Arbeit, die Pflichten und die Verantwortung an den Rand der Kapitulation. Bei Annemarie und Franz Erhardt aus Großweil hingegen kann von Überforderung keine Rede sein – und das, obwohl sie die stolze Zahl von sieben Kindern ihr Eigen nennen dürfen. Das jüngste, Theresa, wurde vergangenen August geboren, das älteste, Katharina (15), drückt derzeit noch die Schulbank und wird bald eine Lehre als Floristin beginnen. Somit die Erste im Bunde der Nachkömmlinge, die in die Berufswelt startet.

Mit dieser stattlichen Zahl sind die Erhardts das einzige Paar in der 1500-Seelen-Gemeinde, das so viele Zöglinge besitzt – für Großweils Bürgermeister Manfred Sporer (CSU) ein Ereignis mit Seltenheitswert: „Dazu meinen größten Respekt. In der heutigen Zeit sieben Kinder großzuziehen, ist nicht leicht und verdient einfach eine enorme Anerkennung.“ Er wisse von keiner anderen Familie im Ort, die es ebenfalls auf diese Anzahl gebracht hat. Die Erhardts erfüllen mit dieser Quote übrigens ganz offiziell den Status einer Großfamilie.

Als der Rathauschef die Familie jüngst besuchte, hatte er nicht nur ein Geschenk der Gemeinde, sondern gleich „Staatsgrüße“ für das junge Paar, das im Nebenerwerb einen landwirtschaftlichen Betrieb unterhält, im Gepäck: Kein Geringerer als Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat gratuliert. Als das Staatsoberhaupt von der Geburt des letzten Kindes erfuhr, ließ es – wie es Tradition ist – eine Urkunde anfertigen und legte ein Foto von sich samt Unterschrift hinzu. Dazu gab’s noch Glückwünsche und einen Gutschein über 500 Euro. Großweil selbst steuerte ein Kochbuch bei. „Nicht, weil ich glaube, dass die Erhardts nicht kochen können“, wie Sporer schmunzelnd erwähnt. Bei einer Familie, die in der Landwirtschaft tätig sei, dürfe man getrost das Gegenteil annehmen. „Aber das eine oder andere neue und brauchbare Rezept wird sicher dabei sein.“

Wie geht es dem Paar nun selbst? „Ein bisschen Stress haben wir schon, aber es hält sich in Grenzen“, schildert die gelernte Schneidermeisterin lachend im Tagblatt-Gespräch. Freude und Tatendrang würden überwiegen – zumal sie viel Unterstützung von ihrer Mutter erhalte. „Unser Alltag ist sehr abwechslungsreich.“ Das erste mal schwanger war die Großweilerin mit 20, ursprünglich waren fünf Kinder geplant. „Aber es kamen halt noch zwei dazu.“ Arbeit hin oder her, auf eines wollen sie nicht verzichten: den wohlverdienten einwöchigen Urlaub in Eraclea Mare an der italienischen Adria. Dorthin geht es mit einem Mercedes Sprinter.

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