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Erste Sitzung: Die neuen Großweiler Gemeinderäte werden im Freizeitheim vereidigt.

Konstituierende Sitzung des neuen Gemeinderats

Komplette Großweiler Rathausspitze in der Hand der Freien Wähler

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Die Konservativen in Großweil gehen leer aus: Sämtliche Vize-Posten von Bürgermeister Frank Bauer stellen die Freien Wähler. Die Gruppierung CSU/Dorfgemeinschaft konnte ihren Wunschkandidaten Markus Luidl nicht durchbringen. Beide Seiten wollen dennoch konstruktiv zusammenarbeiten.

Großweil – Das Machtgefüge im Großweiler Gemeinderat steht: Die  Freie Wählergemeinschaft Großweil (FWG) stellt mit demneugewählten Bürgermeister Frank Bauer sowie seinen Stellvertretern Karl Steingruber und Beate Pschorr die gesamte Rathausspitze. Der CSU/Dorfgemeinschaft, die im neuen Gemeinderat mit vier Mitgliedern vertreten ist, gelang es nicht, auf der konstituierenden Sitzung im Freizeitheim ihren Wunschkandidaten Markus Luidl zum unmittelbaren Stellvertreter von Frank Bauer zu bestellen. Er scheiterte mit 3:10 Stimmen.

Zweiter Bürgermeister ist der 55-jährige Werkleiter der Gemeinde Murnau, Karl Steingruber, Dritte Bürgermeisterin Beate Pschorr, die ebenfalls der FWG angehört. Für sie votierten acht Gemeinderatsmitglieder, fünf bekam Luidl, der unmittelbar nach seiner Niederlage von seinem Parteikollegen Horst Piller erneut vorgeschlagen wurde. Der 45-jährige Verwaltungsangestellte zeigte sich indes als guter Verlierer: Er wünschte den Stellvertretern von Bauer viel Glück und ein gutes Händchen.

Die Zeichen in Großweil stehen auf Kooperation, nicht auf Abgrenzung. Dabei waren Misstöne nicht ausgeblieben. So war Piller, nachdem Steingruber vereidigt worden war, sichtlich überrascht darüber, dass mit Pschorr ein weiterer Kandidat der FWG ins Rennen geschickt wurde. „Ich habe nichts gegen die Beate, aber ihr müsst uns auch verstehen“, wandte er sich an den politischen Gegner mit Blick darauf, dass seine Partei, wenn sie auch hinter der FWG abgeschlagen rangiert, immerhin vier Sitze im Gremium stellt. Die Enttäuschung über das Votum war ihm anzumerken. Steingruber, der sich vehement für seine Parteikollegin stark gemacht hatte, erwiderte, dass es nicht um die Parteizugehörigkeit, sondern um Personen und Kompetenzen gehen solle. Pschorr, die im Bauamt tätig ist und viel Erfahrung in der Kommunalpolitik besitzt, sei für diesen Posten genau die richtige. „Sie hat viel Fachwissen.“ Der Rathauschef selbst verwies auf die Mehrheitsverhältnisse: Als stärkster Gruppierung im Gemeinderat sei es auch eine Frage des „Wählerwillens“, der FWG Stellvertreterposten anzuvertrauen, erklärte Bauer in der Sitzung. Erfreut zeigte er sich darüber, dass das weibliche Geschlecht im neuen Gremium stark vertreten ist: Mit Stephanie Promberger, Johanna Fuchs, Petra Witting, Beate Pschorr und Petra Bäck entscheiden künftig fünf Frauen über die Geschicke der Gemeinde mit. In der Kommunalwahl hatte die FWG rund 68 Prozent der Wählerstimmen bekommen. Für die CSU/Dorfgemeinschaft, die mit Manfred Sporer den Bürgermeisterposten nicht verteidigen konnte, votierten knapp 32 Prozent.

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